Beide Böden sind zu erneuern

Nach Verwüstungen in der Sporthalle: Schadenshöhe könnte noch steigen

Die Sporthalle des Rotenburger Ratsgymnasiums ist ein Sanierungsfall.
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Die Sporthalle des Rotenburger Ratsgymnasiums ist ein Sanierungsfall.

230.000 Euro könnten nicht mehr ausreichen: Der Schaden in der Sporthalle des Rotenburger Ratsgymnasiums ist nach dem nächtlichen Einbruch mit Folgen vermutlich noch höher.

Rotenburg – Der Schaden, der bei einem nächtlichen Einbruch Ende Juli in der Sporthalle des Rotenburger Ratsgymnasiums entstanden ist, fällt wahrscheinlich noch einmal höher aus, als zuletzt mitgeteilt worden ist. „Eine genaue Schadenshöhe steht aktuell nicht fest. Diese ist auch abhängig davon, inwieweit beim weiteren Ausbau noch Schäden sichtbar werden. Die damalige Schätzung in Höhe von 230.000 Euro wird vermutlich nicht ausreichen, um alle Schäden zu beheben.“ Das teilt Christine Huchzermeier als Sprecherin des Landkreises Rotenburg mit. Die Täter waren in der Nacht zum 31. Juli über das Dach und dann durch die Dachkuppeln in die Sporthalle eingedrungen und haben diese stellenweise stark verwüstet. Unter anderem zerstörten sie Waschbecken und öffneten die Wasserhähne – und setzten die Halle damit unter Wasser.

Als mutmaßliche Täter sind der Polizei im Laufe der Ermittlungen zwei Jungen im Alter von zwölf Jahren ins Netz gegangen. Einer hat laut Polizei zugegeben, dass er dabei war. Für die strafrechtliche Verfolgung ist die Staatsanwaltschaft Verden zuständig, betont Huchzermeier. Der Landkreis prüfe zurzeit, ob zivilrechtliche Schritte erhoben werden. „Die entstandenen Schäden werden von der Versicherung übernommen, die vermutlich ihre Ansprüche gegenüber den Verursachern geltend machen wird“, fügt sie hinzu.

Der Boden in dieser Halle ist nicht mehr zu retten.

Wann die beiden Hallen wieder für die Sportler zur Verfügung stehen, ist noch unklar. Die Hallen am Ratsgymnasium werden nachmittags hauptsächlich von der Judo-Abteilung genutzt. Darüber hinaus haben aber auch noch die Sparten Volleyball, Turnen, Schwimmen und Basketball Hallenzeiten. Neben dem TuS nutzen auch noch der Kusi Fight Club, die Cyclones, die Behindertensportgemeinschaft, der Lehrersport sowie im Winter die Fußballer die Hallen.

Jetzt muss alles erst einmal saniert werden. Das vorrangige Ziel sei die Instandsetzung des Daches und der Lichtkuppeln, um weiteren Wassereintritt auszuschließen. Danach folge der Ausbau des Hallenbodens der großen Halle. Erst danach könne der Wiederaufbau beginnen. Hier müssen alle geöffneten Decken wieder isoliert und verschlossen werden. Besonders der neue Aufbau der Hallenböden ist sehr zeitaufwendig, heißt es. Hinsichtlich des weiteren Ablaufs stehe bislang noch keine genaue Zeitschiene fest. Der Landkreis hofft auf einen Beginn der noch offenen Arbeiten innerhalb der nächsten zwei Wochen. Aber der Einbau des Hallenbodens könne eben nur von Spezialfirmen ausgeführt werden, die wiederum freie Kapazitäten haben müssen, berichtet die Landkreis-Sprecherin.

Auch in die kleine Halle kommt ein neuer Boden.

Das Dilemma: Auch der Hallenboden der großen Halle muss tatsächlich komplett erneuert werden. „Der Trocknungsversuch war aufgrund der aufwendigen Holzunterkonstruktion des Schwingbodens leider nicht erfolgreich“, schildert Huchzermeier die letzten Erkenntnisse. Die Hoffnung war groß, mit einer umfangreichen Trocknung den Boden zu retten – ein Versuch, der mehrere Wochen in Anspruch genommen hat. Dass der Boden in der kleinen Halle nicht mehr zu retten ist, hatte sich bereits in den ersten Tagen nach dem Vorfall herausgestellt. Eine Verwüstung überdies, die selbst langjährig erfahrene Rotenburger Polizisten in diesem Ausmaß noch nicht erlebt haben.

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