Urkunden an elf Hospizhelfer

Nach sechs Monaten Büffeln haben sie die Qualifikation geschafft

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Die Koordinatorin der Hospizarbeit Region Rotenburg, Sandra Köbe (l.), mit den zehn frisch gebackenen Hospizhelferinnen und einem Helfer bei der feierlichen Übergabe der Urkunden.

Rotenburg - Elf ehrenamtliche Hospizbegleiter haben am Donnerstagabend ihre Qualifikation in der Geschäftsstelle an der Nordstraße erhalten. Der Vorsitzende vom Verein Hospizarbeit Region Rotenburg, Gerhard Eimer, und die Koordinatorin Sandra Köbe übergaben die Urkunden an die glücklichen Absolventen.

Hinter den neuen Begleitern Anne August, Christiane Brammer, Karin Brockmeier-Kroggel, Inis Deinas, Agnes Funke, Ursula Lässig, Inga Lohmann, Lambert Mukeshimana, Waltraud Pröhl, Renate Rausch und Britta Subat liegen sechs Monate Ausbildung an jedem Donnerstag von 18 bis 21 Uhr. 

Das bedeutete, einmal wöchentlich drei Stunden Theorie büffeln plus Praktikum, so die Koordinatorin. Ziel des Kurses war es, die Teilnehmer auf die Begleitung schwerstkranker und sterbender Menschen vorzubereiten. Dabei ging es um Wahrnehmung, Kommunikation aber auch um die eigene Auseinandersetzung mit Sterben, Tod und Trauer.

Viele Gastdozenten informierten über Grundlagen, die ein Hospizhelfer haben muss. So gab die Dozentin Anke Friedrich einen Einblick in die Aromapflege und Volkmar Schmuck sprach über „Schuld in der Begleitung“.

Besuch bei einer Bestatterin

Beim Besuch der Bestatterin Silke Ahrens aus Kirchlinteln ging es um Rituale und um Fragen, was nach dem Tod mit dem Verstorbenen passiert. Sabine Schwiebert von der Arbeiterwohlfahrt, Betreuungsverein Rotenburg, erklärte den Absolventen Details einer Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht. Zudem lernten die elf Neuen bei Pastor Peter Handrich und Kathrin Frost den Umgang mit geistig behinderten Menschen.

Während der kleinen Feier sprach Eimer zu den frisch gebackenen Hospizbegleitern und gab ihnen einige wichtiger Ratschläge für die kommenden Einsätze. Nicht jedermann sei für die Hospizarbeit geeignet. Neben charakterlicher Stärke müssten die Begleiter auch extremen Situationen gewachsen sein.

„Sie müssen für jemanden da sein, wenn andere kneifen“, so Eimer. „Ihr seid alle gut ausgebildet, habt das Rüstzeug und könnt mit Freude arbeiten, aber passt immer auf, dass ihr euch nicht übernehmt“, sagte Eimer. Jeder Helfer solle sein Grenzen erkennen.

go

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