67 Schüler verlassen die THS in Rotenburg

Nach sechs Jahren ist Erntezeit

Die Schüler der Jahrgangsstufen neun und zehn der Thedor-Heuss-Schule haben gestern ihren Abschluss gefeiert. - Foto: Goldstein

Rotenburg - Wenn Lehrer und Eltern in lauter glückliche Gesichter schauen, kann das eigentlich nur eines bedeuten: Schluss, aus, vorbei! Für 67 Schüler der Jahrgangsstufen neun und zehn der Rotenburger Theodor-Heuss-Schule (THS) war es gestern soweit: „Heute ist Erntezeit; ihr fahrt die Ernte eurer Schulzeit ein“, brachte es Schulleiter Lühr Klee auf den Punkt.

Während von insgesamt 45 Schülern aus dem neunten Jahrgang 36 den Hauptschulabschluss erreichten, verlassen neun von ihnen die THS ohne Abschluss. Aus dem zehnten Jahrgang sind es zwei von 22 Schülern. Sechs Absolventen dürfen sich über einen Hauptschul- und 14 über einen Realschulabschluss freuen.

Zum Abschluss ihrer gemeinsamen Zeit haben die Absolventen noch eigens ein Programm auf die Beine gestellt und dabei auch die Unterstützung der noch folgenden Jahrgänge erhalten. Dabei lag der Fokus vor allem auf dem musikalischen Bereich. Ob die Titelwahl von Schüler Malte wohl ein Wink mit dem Zaunpfahl sein sollte? Er gab am Klavier einen Song des Films „Fluch der Karibik“ und „Two Steps From Hell“ zum Besten. Doch auch das selbstgewählte Motto kam nicht zu kurz: „Bewegung“. Da durfte auch eine Einlage des Lernfeldes Darstellender Tanz nicht fehlen.

Erziehung ist auch Selbsterziehung

Lühr Klee war richtig stolz auf seine „Schützlinge“. „Sechs Jahre haben wir gemeinsam in diesen Räumen verbracht, sechs Jahre sind wir uns fast täglich begegnet, haben uns wahrgenommen, uns gegenseitig gefordert und voneinander gelernt“, erinnerte er sich zurück. Denn auch die Lehrer lernten andersrum von den Jugendlichen: „Der eine braucht erst mal eine Auszeit, wenn es haarig wurde, die andere kann gleich weiter gefordert werden. Ihr spiegelt uns unsere eigenen kleinen Fehler und Schwächen wider; Erziehung ist ja auch immer Selbsterziehung.“ Klee ist überzeugt, dass Lernen mehr ist, „als Vokabeln auswendig zu lernen oder Zahlen in Formeln einzusetzen“. Den Abschied verband er dann noch mit der Bitte nach einem Wiedersehen: „Kommt doch mal wieder vorbei!“. - iq

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema:

Wie werde ich Notfallsanitäter/in?

Wie werde ich Notfallsanitäter/in?

Hartes Ringen bei Jamaika-Sondierungen

Hartes Ringen bei Jamaika-Sondierungen

Mugabe räumt Probleme ein - Aber kein Rücktritt

Mugabe räumt Probleme ein - Aber kein Rücktritt

Einzelkritik: Kruse überragend, Bartels endlich wieder in Form

Einzelkritik: Kruse überragend, Bartels endlich wieder in Form

Meistgelesene Artikel

Unterricht für das „echte Leben“

Unterricht für das „echte Leben“

Glätteunfall auf der Kreisstraße 113

Glätteunfall auf der Kreisstraße 113

Manfred Radtke übt scharfe Kritik am Grünflächen-Patenschaftsprogramm der Stadt

Manfred Radtke übt scharfe Kritik am Grünflächen-Patenschaftsprogramm der Stadt

Stadt Rotenburg baut die Nindorfer Straße und den Mühlhasenweg aus

Stadt Rotenburg baut die Nindorfer Straße und den Mühlhasenweg aus

Kommentare