Ehrenamtliche bessern Wege im Großen und Weißen Moor aus

Nabu greift zur Schubkarre

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Die Helfer bringen die Holzhäcksel Schubkarre für Schubkarre auf die Wege rund um die Bullenseen.

Rotenburg - Frühjahrsputz auch bei den aktiven Naturfreunden in der Region: Die Ehrenamtlichen des Rotenburger Naturschutzbundes (Nabu) haben die Wanderwege im Großen und Weißen Moor rund um die Bullenseen wieder auf Vordermann gebracht.

Die steigenden Temperaturen locken wieder mehr Spaziergänger auf die Wanderwege „dör´t Moor“, heißt es in einer Mitteilung der Naturschützer. Gerade jetzt könne man im Moor eine besondere Attraktion erleben: das Konzert der blauen Moorfrösche. Damit der Spaziergang aber auch Freude bereitet, hat der Nabu in Zusammenarbeit mit dem Landkreis Rotenburg mit Ausbesserungsarbeiten an den Wegen begonnen. Auf einigen Streckenabschnitten habe sich der Wegebelag aus Holzhäckseln mit den Jahren zunehmend zersetzt, andere Bereiche waren nach den starken Regenfällen in den letzten Wochen durchgeweicht. Nachdem die Wege nun wieder einigermaßen abgetrocknet sind, können erste Abschnitte ausgebessert werden. Mit Unterstützung des Landkreises wurde neues Häckselgut bis vor die Moorerlebniszone angeliefert.

Problem Plastikmüll

„Auf den schmalen Wegen der Moorerlebniszone können jedoch keine Transportmaschinen fahren, daher bleibt uns nur der Weg mit der Schubkarre“, erklärt Sarina Pils vom Nabu Rotenburg. Und so fuhren am Wochenende etwa zwanzig Nabu-Aktive Schubkarre für Schubkarre Holzhäcksel ins Moor. „Es war wie in alten Zeiten“, freut sich die ehemalige Projektleiterin über das Engagement der Nabu-Helfer. Gute Laune und der Gedanke an ein gemeinsames Ziel trieb die Aktiven laut der Mitteilung bei der anstrengenden und schweißtreibenden Arbeit an. „Einige Besucher bedankten sich bereits bei ihrem Spaziergang ganz herzlich bei uns für die tollen Wege. Das freut uns natürlich und ist ein schöner Dank für unsere Arbeit“, so die Helfer. Zug um Zug sollen nun weitere Abschnitte ausgebessert werden.

Über eines ärgern sich Spaziergänger und der Nabu allerdings: Irgendjemand mache sich seit einiger Zeit offenbar einen Spaß daraus, die naturnahen Häckselwege mit Plastikschnipseln zu verunreinigen. „Das ist nicht nur Umweltfrevel, sondern auch eine Gefahr für Tiere und in einem Naturschutzgebiet ein besonders schwerer Sachverhalt“, stellt der Nabu fest. Über Hinweise, die zur Ergreifung dieses Umweltsünders führen, würden sich der Landkreis und der Nabu freuen. Sarina Pils ist entweder über die Nabu-Homepage

www.nabu-rotenburg.de oder unter 04266 / 936572 zu erreichen.

mk

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