Mit Mut, Kraft und Ideen

14 Absolventen beenden Berufsbildung bei den Rotenburger Werken

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Die „tobbi“-Absolventen feiern in den Berufsbildenden Schulen ihren Abschluss gemeinsam mit Fachbetreuern und Leitungskräften.

Rotenburg - 14 junge Frauen und Männer haben ihren Abschluss im „tobbi“ gemacht. Der Begriff „tobbi“ steht für „teilnehmerorientierte berufliche Bildung“ und bezeichnet die zweijährige Berufsausbildung, die die Rotenburger Werke als qualifizierende Maßnahme zum Beispiel nach der Förderschule anbieten.

Die Betonung, heißt es dazu in einer Pressemitteilung der Werke, liege auf „teilnehmerorientiert“, denn gerade bei jungen Menschen mit einer Behinderung sei es wichtig herauszufinden, wo die persönlichen Stärken liegen, in welche berufliche Richtung es also gehen soll. In den zwei Jahren der Ausbildung werden neben dem Unterricht vor Ort und der Qualifizierung in den Kernbereichen Hauswirtschaft, Alltagshelfer, Verpackung, Montage und Gartenbau auch ganz unterschiedliche berufsbezogene Praktika angeboten.

Für Fabian Steinfeld zum Beispiel waren die Praktika auch bei Betrieben auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt wichtige Impulse zur Berufswahl. „Da habe ich gemerkt, wo meine Stärken sind“, sagt er. Nun hat er einen Arbeitsplatz in der Fahrradwerkstatt der Rotenburger Werke. „Mein Traum ist eine Arbeit bei einer Firma im Holzbereich“ ergänzt Steinfeld.

Zur Abschlussfeier hatten sich in der Aula der Berufsbildenden Schulen (BBS) an der Verdener Straße neben den Absolventen zahlreiche Mitschüler, Angehörige und Fachkräfte versammelt. Thorsten Tillner hob in seiner Funktion als Vorstand der Rotenburger Werke die hervorragende Kooperation zwischen den Lehrern der BBS und den Fachkräften für Arbeits- und Berufsförderung „tobbi“ lobend hervor. Die direkte räumliche Nachbarschaft beider Schulen sei ein Zeichen von Inklusion ebenso wie die gemeinsamen Unterrichtseinheiten. Mit einem Rückblick auf bisher Geleistetes und einem Ausblick auf geplante Aktionen skizzierte Tillner die Lebendigkeit dieser Art beruflicher Qualifizierung. Tillner sieht, so sagt er, „wie aus der gemeinsamen Arbeit Mut, Kraft und Ideen für die Zukunft wachsen.“

Sieben Jahre Zusammenarbeit

Sabine Rademacher als Leiterin der Werkstatt für behinderte Menschen (WfbM) der Rotenburger Werke schloss sich mit ihren Ausführungen an. „Tobbi“ sei ein wichtiger Teil ihres Zuständigkeitsbereichs, und sie erläuterte, welche Qualifikationen genau dort erworben werden können. In den vielfältigen Arbeitsfeldern der WfbM ergeben sich für die jungen Absolventen ebenso Perspektiven wie auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt. Das Modell „Arbeit in der Region (AIR)“ der Rotenburger Werke gebe den Arbeitgebern hervorragende Möglichkeiten, Menschen mit Behinderung im Betrieb zu integrieren, denn die Maßnahmen würden von der WfbM der Rotenburger Werke eng begleitet. Mit dieser Kooperation habe man schon zahlreiche sehr gute Erfahrungen gemacht, so Rademacher.

Die Grußworte für die BBS der Stadt Rotenburg überbrachte Erwin Eggers, der als Abteilungsleiter die Kooperation mit „tobbi“ von Seiten der BBS begleitet. Er blickte auf sieben Jahre guter und intensiver Zusammenarbeit zurück und gab schließlich die Bühne frei zur eigentlichen Ehrung der Absolventen. Yvonne Labonté und Susanne Beddies übergaben als Vertreterinnen von „tobbi“ die Zertifikate, Anja Rinck, Bereichsleiterin der WfbM der Rotenburger Werke, reichte als symbolische Geste jeweils eine Rose dazu.

Schließlich ging es hinüber ins benachbarte „tobbi“, wo sich die modernen Unterrichts- und Aufenthaltsräume der Rotenburger Werke befinden. Dort wartete ein kleines, aber feines Büfett auf die Geehrten und ihre Gäste.

Arne Spreckels steht die Freude über das Geleistete ins Gesicht geschrieben. „Ich bin stark im IT-Bereich“, sagt der 22-jährige Absolvent. Nach einem Praktikum nimmt er nun seine Tätigkeit in der Verwaltung der Werke auf. Die Kollegen in der Leistungsabrechnung und der EDV wissen Spreckels‘ Mitarbeit zu schätzen. „Er ist eine echte Bereicherung für unser Team“, freut sich Fachkraft Susanne Löning von der Leistungsabrechnung, die ihn in das Aufgabengebiet eingearbeitet hat. 

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