Vier Formationen spielen auf dem Sportplatz der Rotenburger Werke

Musiker erfüllen Herzenswunsch

Dominik und seine Eltern lauschen der Musik.
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Zehn Musiker aus vier Formationen haben sich zusammengetan, um Dominik einen Herzenswunsch zu erfüllen.

Rotenburg – Dominik kann nicht sprechen, aber er kann sich verständlich machen, auf seine ganz eigene Art. Der junge Mann sitzt im Rollstuhl, und schon seit er klein ist, liebt er Musik – ganz besonders Blasmusik. Deswegen wollten ihm mehrere Musiker eine Freude machen. Zustande kam ein kleines Konzert auf dem Sportplatz der Rotenburger Werke an der Lindenstraße.

Die Idee dazu hatte Elsbeth Bonath. Sie ist Sterbe- und Trauerbegleiterin im Hospizverein und seit 2019 regelmäßig an Dominiks Seite. Sie weiß ganz genau, was er mag und kennt daher auch seine Liebe zur Musik. „Es ist ein weiterer Baustein, um ihn zu erreichen“, sagt sie. Als Bonath seinen Herzenswunsch an die Musiker von „Wildes Blech“ aus Sottrum heranträgt, stößt sie sofort auf positive Resonanz. Aber nicht nur von dort: Die Bereitschaft, ihm den Wunsch zu erfüllen, ist groß, erzählt Sascha Hamdorf, der alle zehn Musiker an diesem Tag koordiniert. Die Idee spricht sich schnell herum: Neben den Sottrumern kommen Musiker vom Musikzug Bothel sowie den Posaunenchören Rotenburg und Sottrum auf den Sportplatz.

Sie haben noch nicht zusammen geprobt, spielen aber Lieder, die alle kennen. Zwei Choräle und ein ruhigeres Stück sind darunter, so Hamdorf. Draußen proben ist ihnen schon seit einiger Zeit wieder gestattet, die spontane Zusammenkunft ist ihr erster Auftritt nach langer Corona-Pause. „Wir sind froh, dass wir draußen spielen dürfen“, so Hamdorf.

Auch Dominiks Eltern wissen, wie ihr Sohn dabei auflebt. „Dominik mag Blasmusik, lag immer daneben, wenn ich geübt habe und hat sich gefreut“, erzählt sein Vater, der selber Zugposaune spielt und jahrelang dirigiert hat. Früher seien sie oft in Gottesdienste gegangen, da hat er „richtig mitgefiebert“, erinnert er sich. In den Gottesdiensten sei Dominik zur Ruhe gekommen, ergänzt seine Mutter. Deswegen sei das Konzert für ihn „etwas ganz besonderes“.

Und das zeigt sich schnell: Als die ersten Töne erklingen, wird Dominik ganz ruhig, scheint die Musik mit allen Sinnen aufzunehmen. Das schöne Wetter – pünktlich zur Zusammenkunft der Musiker kommt die Sonne warm zwischen den Wolken hervor – tut zur Stimmung ihr übriges. Als das Lied endet, lacht Dominik, so breit er kann. „Dass er so begeistert ist, rührt mich“, sagt Bonath. Und auch Hamdorf ist nach mehreren Liedern, bei denen das Zusammenspiel der Musiker sehr gut funktioniert hat, zufrieden: „Es freut uns, dass wir diesen Wunsch erfüllen konnten.“  acb

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