Stadt stellt Entwurf für Gelände hinterm Speicher vor

Stadtstreek-Plan: Zugang zum Wasser

Am Stadtstreek hinter dem Speicher könnte sich das Bild schon bald deutlich ändern: Die Stadt plant einen neuen Spielplatz sowie über eine Treppe den direkten Zugang ans Wasser. Der erste Entwurf kommt in die Beratung.
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Am Stadtstreek hinter dem Speicher könnte sich das Bild schon bald deutlich ändern: Die Stadt plant einen neuen Spielplatz sowie über eine Treppe den direkten Zugang ans Wasser. Der erste Entwurf kommt in die Beratung.

Rotenburg – Das Wasser in Rotenburg fließt vor sich hin. Viele Menschen erfreuen sich daran – doch diese Freude könnte größer sein. Allen voran der Stadtstreek bietet sich aus Sicht vieler Rotenburger an, mehr daraus zu machen. Es geht um Aufenthaltsqualität in der Innenstadt. Und immerhin: Inzwischen gibt es Pläne für den Umbau der Grünanlage am Stadtstreek hinter dem Stadtspeicher.

Es geht um einen Zugang zum Wasser und um einen neuen Spielbereich für Kinder hinter dem Speicher. Der Ausschuss für Planung und Hochbau wird sich in seiner Sitzung am Donnerstag kommender Woche damit beschäftigen. Bei einer Informationsveranstaltung im Sommer vergangenen Jahres, zu der wesentliche Akteure aus der Innenstadt eingeladen worden waren, hat die Stadtverwaltung im Hinblick auf die Zukunft des Stadtstreeks Vorschläge aufgenommen.

„Hierbei wurden der Bereich am Stadtspeicher und das Aufwertungspotenzial mit einem Zugang zum Wasser ausdrücklich genannt“, heißt es in der von Planungsamtsleiter Clemens Bumann verfassten Sitzungsvorlage. Die Stadt habe daraufhin ein Fachplanungsbüro mit einem Vorentwurf beauftragt, wie ein Zugang zum Stadtstreek in diesem Bereich gestaltet werden könnte. Dieser Vorentwurf sei bereits mit dem Amt für Wasserwirtschaft abgestimmt und könnte mittelfristig als Pilotvorhaben für die weitere Gestaltung des Stadtstreeks zwischen Goethestraße und Große Straße dienen.

Der Planentwurf sieht eine breite Treppe vor, die nicht nur einen Weg bis direkt an das Wasser schafft, sondern zugleich auch zum Verweilen einlädt. Im Auge habe man mit dem Gesamtkonzept Familien – Erwachsene sollen dort ebenso gerne aufhalten können wie ihre Kinder. Ein paar Spielgeräte, aber auch eine von einer alten Steinmauer eingegrenzte Sandkiste sind vorgesehen.

Mit dieser Maßnahme will die Stadt ganz bewusst die alte Mauer durchbrechen und damit den Wasserlauf deutlich mehr als bisher sichtbar machen. Lars Fehners, der im kommenden Jahr den Stadt-Speicher von Hartmut und Petra Peterek übernimmt, habe bereits signalisiert, nach hinten heraus eventuell einen Kiosk betreiben zu wollen. Der Plan sieht darüber hinaus einen Bereich für die Außengastronomie vor. Auch die könnte die Attraktivität sowie die Aufenthaltsqualität deutlich steigern.

Auf 220 000 Euro schätzt Bumann die Kosten, die auf die Stadt zukommen. Das Schöne an der Sache: Nachdem die Stadt im Sommer in das Förderprogramm „Perspektive Innenstadt“ des Landes Niedersachsen aufgenommen worden ist, hat sie nun die Möglichkeit auf eine Förderung in Höhe von 90 Prozent der Kosten.

Diese Geräte sollen verschwinden.

Zusätzlich sind noch Kosten für das Aufstellen von Spielgeräten einzuplanen, erklärt Bumann. Die vorhandenen Geräte des Seniorenbewegungsparks könnten am Kirchhof aufgestellt werden, um dieser Zielgruppe eine barrierefreie Erreichbarkeit zu gewährleisten. Die war damit bislang nämlich nicht verbunden; die Geräte sind kaum genutzt worden – und schon gar nicht von älteren Menschen, denen man damit eigentlich ein besonderes Angebot unterbreiten wollte. „Die Idee ist ja auch gut, aber der Ort war dafür nicht geeignet“, erklärt Bumann.

Die Neugestaltung des Bereichs am Stadtspeicher diene neben einer Erhöhung der Aufenthaltsqualität und der Schaffung einer familienfreundlichen Spielanlage in der Innenstadt auch einer Verbesserung der Sicherheitslage in dieser Grünfläche. Bumann: „Die Sichtbarkeit dieses Bereiches wird zunehmen.“ Im Klartext: Auch um den Bewuchs rund um dieses Grundstück wird sich die Stadt kümmern. Mehr Licht – das ist das Thema.

Über die Möglichkeit, die die Aufnahme in das Landesprogramm mit sich bringt, hatte sich bereits der frühere Bürgermeister Andreas Weber (SPD) bereits riesig gefreut. „Damit kriegen wir eine richtig tolle Belebung hin“, sagte er nach der Aufnahme in das Sofortprogramm gegenüber der Kreiszeitung. Städte, die den Zuschlag erhalten haben, können bei der Umsetzung Neues ausprobieren – ganz individuell nach örtlichen Gegebenheiten. Nicht nur optisch wird sich womöglich schon bald am Stadtstreek bis hinter den Stadtspeicher einiges tun. In der kommenden Woche haben aber erst einmal die Kommunalpolitiker Gelegenheit, sich mit den erarbeiteten Vorschlägen zu befassen. Die Sitzung beginnt um 18.30 Uhr im großen Sitzungssaal des Rotenburger Rathaus und ist öffentlich.

Künftigem Speicher-Wirt gefällt der Plan

Die Stadt Rotenburg befindet sich am Zusammenlauf der Wiedau und Rodau in die Wümme. Die Altstadt ist von Wasserläufen umgeben, und der Stadtstreek ist ein wesentliches städtebauliches Element in der sanierten Innenstadt. Einen direkten Zugang zum Wasser gibt es im innerstädtischen Bereich bisher nicht. Die Idee, den Bereich des Rotenburger Stadtstreeks attraktiver zu gestalten, um für mehr Aufenthaltsqualität in der Innenstadt zu sorgen, gefällt Lars Fehners. Der junge Mann übernimmt zum 1. Januar den Stadtspeicher und hat schon erste Ideen, wie er sich als Wirt mit einbringen kann in diesen Plan. Hinter dem Speicher soll ein neuer Spielplatz für Kinder entstehen, außerdem ist eine Treppe vorgesehen, über die sich das Areal zum Wasser hin öffnet. Fehners würde zunächst mit einem mobilen Stand den Menschen dort Eis und Getränke anbieten, vielleicht auch Pommes. Je nachdem, wie es angenommen wird, sei auch ein kleines Holzhäuschen denkbar. Der gelernte Koch freut sich insgesamt auf den Einstieg im Stadtspeicher. „Ich habe ein Jahr darüber nachgedacht“, sagt er. Dann habe er sich für diesen Schritt entschieden. Er sehe „gute Chancen dort“ und spricht von einem Standort mit Potenzial. Und der könnte von dem Vorhaben der Stadt, am Stadtstreek für mehr Attraktivität zu sorgen, zusätzlich profitieren. Lars Fehners ist 32 Jahre alt und hat sein Handwerk im Hotel „Landhaus Wachtelhof“ gelernt, ehe er anschließend in verschiedenen Küchen gearbeitet hat. men

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