Vollversammlung bestätigt Vize-Präsidenten

Mit Pandemie-Erfahrungen: IHK setzt Impulse

Mit neuen Ideen starten Andreas Meyer (l.) und Siegfried Deutsch in die kommenden Monate.
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Mit neuen Ideen starten Andreas Meyer (l.) und Siegfried Deutsch in die kommenden Monate.

Die IHK Stade für den Elbe-Weser-Raum zieht ebenfalls Lehren aus der Pandemie und baut ihre Erfahrungen in ihre aktuellen Impulse für die Region ein.

Rotenburg – Die Vollversammlung der Industrie- und Handelskammer (IHK) Stade für den Elbe-Weser-Raum hat den Bremervörder Andreas Meyer als einen der Vizepräsidenten im Amt bestätigt. Der in vierter Generation selbstständige Transport- und Logistikunternehmer hat sein ehrenamtliches Engagement bewusst gewählt, er möchte sich über seinen Betrieb hinaus für die Wirtschaft einsetzen, „sonst entwickelt sich nichts“, erklärt er. Gemeinsam mit Siegfried Deutsch, dem stellvertretenden Hauptgeschäftsführer und Leiter der Geschäftsstelle Verden, die in regionaler Hinsicht für den Landkreis Rotenburg zuständig ist, stellt er daher die aktuellen Impulse für einen starken Elbe-Weser-Raum vor.

72 Wirtschaftstreibende aus der Region sitzen in der Vollversammlung. Sie kommen aus allen Branchen, decken damit eine große Bandbreite ab. Trotzdem: „Die Gesamtinteressen darzustellen, ist für uns eine Herausforderung“, sagt Deutsch. Zusammen haben sie die 13 Impulse, das Arbeitsprogramm für die neue Periode, angepasst. Es ist ein Instrumentarium, das stetig erneuert wird – denn nicht nur die Standortfaktoren sind überall anders, es gibt auch immer wieder neue Ideen oder jene, die angepasst werden müssen. „Es sind die Dinge, wo wir glauben, dass wir Impulse setzen müssen“, sagt Deutsch. Es geht darum, herauszufinden, was gut und was schlecht ist und was sich weiter entwickeln muss. Dafür kann die IHK dann Ideen liefern, wie das Heimat Shoppen, und in verschiedenen Bereichen unterstützen: Bei der Ausbildung, Existenzgründung oder in der Fördermittelberatung beispielsweise. „Gerade in der Corona-Zeit ist massiv hochgekommen, was die IHK macht“, erklärt Meyer.

Eine Zeit, die als Brandbeschleuniger gilt, das betonen auch die IHK-Vertreter. In vielen Bereichen sei man langsam unterwegs gewesen, „eingefahren“, nennt es Meyer. Auch die IHK habe gelernt, in welchen Feldern sie aktiver werden muss. „Durch die Pandemie sind wir mehr als nur wachgerüttelt worden.“ Während die einen gut durchgekommen sind, teilweise bessere Geschäftsergebnisse eingefahren haben, gibt es auch Verlierer der Pandemie, die teils sogar vom Markt verschwunden sind.

In den Impulsen geht es auch um Bereiche wie Mobilität, Branchenvielfalt, Cybersicherheit und Bildung. Ebenso um Bürokratieabbau, ein „schlanker werden“, so Deutsch. Es geht auch um zukunftsweisendes Unternehmertum. „Wir müssen den Wandel mitgestalten“, meint Deutsch. Wandel, da geht es auch um Klimaschutz, um Nachhaltigkeit. Beides wichtig, betonen beide – muss aber für Unternehmer umsetzbar sein. Wasserstoff-Lastwagen für Spediteure? Gerne, aber dazu braucht es entsprechende Förderprogramme. Innovationen müssen verhältnismäßig sein, nennt es Deutsch.

Zum Weg in die Zukunft gehört da auch die Digitalisierung, gerade im ländlichen Raum ist stabiles Internet unerlässlich. „Wir müssen die Voraussetzungen schaffen, um in unserer Region Wirtschaft betreiben zu können“, so Deutsch. Dafür sieht sich die IHK als Multiplikator in zwei Richtungen: Sie nimmt die Anregungen vor Ort auf, reicht sie an die Politik weiter und erhält umgekehrt Informationen, die sie an ihre Mitglieder weitergibt – zum Beispiel gerade in den vergangenen Monaten zu der Frage vieler nach Fördermöglichkeiten. Das bedeutet auch mal, Kritik zu üben oder sich einzumischen: Wäre die 2G-Regel für den Einzelhandel in Kraft getreten, hätte das große Einschnitte bedeutet. Das wäre dann ein Wirtschaftsthema, zu dem sich die IHK entsprechend äußern würde – um unternehmerische Freiheit zu bewahren.

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