Einkaufen beim Erzeuger

„Service vom Hof“-App: Milchwegweiser auf dem Smartphone

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Bereits seit 2016 gibt es die „Service vom Hof“-App. Wir haben sie getestet.

Rotenburg - Von Ulf Buschmann. Einkaufen in der Region, und dann noch direkt beim Erzeuger? Darauf stehen immer mehr Verbraucher. Die Landwirtschaftskammer Niedersachsen hat schon vor zwei Jahren auf diesen Trend reagiert. Seit 2016 gibt es die „Service vom Hof“-App. Aktuelle Informationen sowie unterschiedliche Rubriken sollen die Nutzer direkt zu den hiesigen Anbietern locken. Wir haben das kleine Programm einmal getestet.

„Einkaufen & Genießen“, „Einkehren & Feiern“, „Erleben & Erkunden“ sowie „Übernachten & Erholen“ heißen die Hauptrubriken. Darüber hinaus haben die Nutzer die Möglichkeit, nach Wochen- und Bauernmärkten zu schauen und sich einen Einkaufszettel anzulegen. Außerdem gibt es die Möglichkeit, traditionelle Gerichte aus der jeweils eigenen Region nachzukochen. Da haben sich die Entwickler richtig Mühe gegeben.

Wer die App allerdings das erste Mal aus seinem Appstore herunterlädt, muss warten. Denn: Die App aktualisiert sich ständig. Das dauert bei mehr als 1800 Dateien zwar relativ lange, aber es lohnt sich. Dafür bekommt der Nutzer ein garantiert auf die Region angepasstes Angebot. Dafür ist es allerdings Voraussetzung, dass die App auf den Standort zugreifen darf. Sonst nämlich ist die Auswahl beliebig. Tipp: Poppt die Frage nach dem Standort auf dem Smartphone- oder Tablet-Display auf, ist es sinnvoll, das Zugreifen auf den Standort bei Nutzung der „Service vom Hof“-App zuzulassen.

Dann kann es aber auch schon losgehen: Wer beispielsweise einkaufen möchte, schaut sich das Angebot seiner Region an. Einmal wischen fördert nicht nur die genauen Kontaktdaten zutage, sondern auch detaillierte Auflistungen der jeweiligen Angebote, die Öffnungszeiten, eine Karte mit dem Standort und ein Angebot mit weiteren Standorten in der Nähe. Dieses Prinzip gilt für alle Rubriken. Somit ist jeder Kunde rundherum informiert.

Minus: Marktstandorte werden nicht genau angezeigt 

Einen echten Mehrwert bieten die Auflistung der Rezepte und die Möglichkeit, einen Einkaufszettel auf dem Smartphone beziehungsweise Tablet einzutippen. Letzterer hat indes eine kleine, jedoch entscheidende Schwäche: Schön wäre es, wenn die App dem Nutzer Vorschläge dazu macht, wo er seine Produkte kaufen kann. Doch diese Option fehlt. 

Auch der Umstand, dass die Wochen- und Bauernmärkte der Region äußerst ungenau erscheinen, gibt Minuspunkte. Wen im Norden interessiert schon der Regiomarkt in Beverstedt oder der Bauernmarkt in Neustadt-Mardorf?

Ein sehr großes Plus hingegen gibt es für den Saisonkalender. Endlich erfahren die Nutzer der Hof-App, wann zum Beispiel Äpfel, Birnen und Erdbeeren aus dem Lager in den Verkauf kommen und wann sie geerntet werden. 

Bei der Auflistung der Obstsorten haben die Programmierer der App übrigens darauf geachtet, dass nur Heimisches den Weg in die Liste findet – also Äpfel, Birnen sowie Brom-, Erd-, Heidel-, Him- und Johannisbeeren. Ebenso im Angebot sind Mirabellen, Pflaumen, Sauerkirschen, Stachelbeeren, Süßkirschen und Zwetschgen. Gleiches gilt fürs Gemüse. Die „Service vom Hof“-App ist im Appstore und im Google-Playstore kostenfrei erhältlich.

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