Abstimmung im Rotenburger Schulausschuss vor Ratsentscheidung am Donnerstag

Mehrheit stimmt für die IGS-Oberstufe

Bürgermeister Andreas Weber (SPD) mit der Schulausschussvorsitzenden Anna Disterhof. Foto: Menker

Rotenburg – Nach zweistündiger intensiver und zum Teil erneut sehr emotional geführter Debatte hat der Schulausschuss des Rotenburger Stadtrats am Dienstagabend für die IGS-Oberstufe gestimmt. Der Antrag von Bürgermeister Andreas Weber (SPD), diese bei der Landesschulbehörde für den Schuljahresbeginn 20/21 zu beantragen, erhielt eine Mehrheit von sieben zu fünf Stimmen.

Auch im Schulausschuss im Juni und vor der ersten Abstimmung im September 2018 hatte es im Schulausschuss der Stadt eine Mehrheit für die IGS-Oberstufe gegeben. Das ist allerdings auch nicht verwunderlich: Durch die hinzugewählten Vertreter der Schulen haben die Befürworter anders als im Rat eine Mehrheit. Nach dem knappen Votum dort gegen die Oberstufe im vergangenen Jahr scheinen durch den Übertritt von Michael Niestädt zur CDU-Fraktion und der geschlossenen Positionierung der Gegner um die CDU mittlerweile sogar klarere Verhältnisse zu herrschen. Deutlicher als zuvor hat sich am Dienstagabend zum Beispiel die Arbeitsgruppe WIR/FDP durch ihren Vertreter Frank Peters gegen den Verwaltungsvorschlag positioniert. Webers Antrag wird es damit schwer haben. Das wusste dieser nach den Redebeiträgen am Dienstagabend. „Ich bin sehr enttäuscht“, sagte er.

Der Verwaltungschef hatte wie die eingeladenen Schulvertreter von Ratsgymnasium, BBS und IGS nochmals seine Positionen mit Zahlen und Einschätzungen untermauert. Diskrepanzen gab es dabei vor allem der Bewertung der jüngsten Kooperationsgespräche der Schulen. Die IGS sieht diese als misslungen an und befürchtet angesichts des erwarteten Abstimmungsverhalten der politischen Mehrheit eine massive Abwanderung von Gymnasiallehrern und -schülern – was angesichts der jahrelangen Debatte über die Oberstufe bereits eingesetzt habe.

Am Donnerstagabend stimmt der Stadtrat abschließend über den Antrag ab. Die CDU hat bereits angedeutet, mit einem weiteren Antrag bei Ablehnung des Bürgermeistervorschlags verpflichtende Gespräche zur Zusammenarbeit mit den anderen beiden Gymnasien des Landkreises in Rotenburg für die IGS, die in Trägerschaft der Stadt ist, einleiten zu wollen. Die IGS wiederum wird „weiter für die Oberstufe kämpfen“, heißt es. Selbst bei einer Ablehnung am Donnerstag – dann mit dem nächsten Versuch in den politischen Gremien 2020.

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