Rotenburger Verwaltungsausschuss bringt Erweiterung für 15 Kinder auf den Weg

Mehr Zeit und Platz für den Waldkindergarten

Im vorderen Bereich des Gebäudes links neben dem Eingang soll der Anbau entstehen. Foto: Krüger
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Im vorderen Bereich des Gebäudes links neben dem Eingang soll der Anbau entstehen.

Rotenburg - Von Michael Krüger. Der Rotenburger Waldkindergarten kann sein Angebot vergrößern. Nach einigen Verzögerungen hat der Verwaltungsausschuss verlängerten Öffnungszeiten und einer damit verbundenen Mittagsbetreuung für alle 15 Kinder der Gruppe zugestimmt. Dafür muss am Standort der Waldkinderkrippe angebaut werden.

„Die Entscheidung tragen alle Parteien des Stadtrates mit“, so Bürgermeister Andreas Weber (SPD) nach der Entscheidung des nicht öffentlich tagenden Ausschusses. Geschlossen hätten die Mitglieder dem Ansinnen des Trägervereins zugestimmt. Für kommende Woche Donnerstag steht der Antrag auf der Tagesordnung des Stadtrats. Wann mit dem Anbau am Gebäude des ehemaligen „Predigerseminars“ in der Ahe begonnen wird, liegt in den Händen der Rotenburger Werke – die sind Eigentümer der Immobilie und haben bereits zugesagt, die Investition zunächst zu tragen.

Fünf Stunden dürfen Kinder nach den Vorgaben des niedersächsischen Kultusministeriums nur im Wald sein. Dann braucht es eine feste, häusliche Umgebung. Doch die war in den Räumen der Waldkinderkrippe bislang nur für acht Kinder geben, sodass für knapp die Hälfte der Kinder schon zur frühen Mittagszeit wieder Schluss war. Das wollte der Trägerverein Naturpädagogik Rotenburg ändern – weil die Nachfrage nach längeren Betreuungszeiten bei den Eltern schon seit Jahren hoch ist. Bürgermeister Weber sah wie der Verein die Gefahr, dass berufstätige Eltern den Waldkindergarten deswegen nicht mehr so stark nachfragen und damit der Druck auf andere Einrichtungen größer wird. Und so freut sich der Vorsitzende des Trägervereins, Timo Brokmann: „Mir fällt ein Stein vom Herzen. Der ganze Vorstand ist außer sich vor Freude. Nach acht Jahren Verhandlungen und Vorbereitung können jetzt endlich alle Kinder im Kindergarten Mittagessen.“

Rund 150.000 Euro investieren die Werke in den Anbau, heißt es in der Vorlage für den Stadtrat. Entstehen soll ein rund 30 Quadratmeter großer Gruppenraum, eine kleine Küche und ein Sanitärbereich. Zudem muss für die Betreuung in der Zeit von 12.30 bis 14.35 Uhr eine zweite Fachkraft eingesetzt werden, hierfür müsste die Stadt einen Anteil von 6 400 Euro jährlich übernehmen. Miete und Gehalt werden zunächst vom Trägerverein gezahlt, die Stadt erstattet ihren Anteil dann über den Defizitausgleich zurück. Für den Anbau ist ein Refinanzierungszeitraum von 25 Jahren vorgesehen.

Bürgermeister Weber betont, dass man mit der Einrichtung die Vielfalt der Betreuungsmöglichkeiten in Rotenburg fördere. Nach den Sommerferien starte der Kindergarten des Diakonissen-Mutterhauses an der Brockeler Straße mit 100 Plätzen. „Im Moment reicht das“, so Weber. Rotenburg habe eine Quote von nahezu 100 Prozent bei der Betreuung von Mädchen und Jungen im Kindergartenalter erreicht, sodass die Steigerung nur noch aus erhöhten Geburtenzahlen resultieren. Und die gibt es. Lag die Jahrgangsstärke bis vor wenigen Jahren noch bei rund 160, liege man nun bei kontinuierlich über 200, heißt es aus dem Rathaus. „Wir geraten damit dann wieder an unsere Grenzen“, so Weber. In drei oder vier Jahren müsste man gegebenenfalls über weitere Kitas nachdenken. Doch die Entwicklung freut den Verwaltungschef – auch weil damit sein Herzensprojekt, die Oberstufe an der Integrierten Gesamtschule, wieder realistischer wird.

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