Mehr Platz für die Kinder

Stadt Rotenburg baut neue Krippe und plant Kindergarten-Neubau

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Diese beiden Häuser an der Wallbergstraße gehören der Stadt Rotenburg und sollen dem Erdboden gleichgemacht werden. Damit entsteht Platz für den Bau einer neuen Krippe, in der 30 Kinder betreut werden können.

Rotenburg - Von Guido Menker. Elke Bellmann spricht von einer „enormen Herausforderung“ für die Stadt Rotenburg. Die Kinderzahlen in der Kreisstadt steigen weiter, erklärt die Leiterin des Amtes für Jugend und Soziales. Rechnerisch fehlten schon jetzt 32, in einem Jahr 55 und in zwei Jahren sogar 97 Kindergartenplätze.

Auch der Bedarf an Krippenplätzen nimmt zu – in diesem Jahr fehlen 38, in einem Jahr schon 58 Plätze. Rotenburg braucht also mehr Platz für die Kinder. Das ist in der Sitzung des Jugendausschusses am Donnerstag ganz deutlich geworden.

Es muss etwas passieren, und es wird auch etwas passieren. Das erklärt Bürgermeister Andreas Weber (SPD). Die Stadt sei im Besitz zweier Häuser an der Wallbergstraße und werde diese abreißen, um Platz für den Bau einer neuen Krippe zu schaffen. Es sei nämlich davon auszugehen, dass mit Beginn des Kindergartenjahres 2018 / 2019 zwei zusätzliche Krippengruppen mit insgesamt 30 Plätzen bereit stehen müssen. Genau diese zwei Gruppen sollen dann an der Wallbergstraße entstehen. 380.000 Euro für den Neubau sowie weitere 40.000 Euro für die Ausstattung der Krippe stünden bereits im Haushaltsplan für das kommende Jahr. „Aber wir gehen davon aus, dass wir vom Land 360. 000 Euro erstattet bekommen“, so Weber weiter. 12. 000 Euro gebe es für jeden zusätzlichen Krippenplatz.

Bürgermeister findet Standort gut

Der Bürgermeister hält den Standort für gut. Einerseits liege er zentral, andererseits reichten die zwei Grundstücke aus, weil für die Krippe ein nicht all zu großer Außenbereich benötigt werde. Er geht von einem Jahr Bauzeit aus. „Ein herausfordernder Plan“, wie er meint. Deshalb müssten die konkreten Planungen auch möglichst zeitnah starten.

Auch mit Blick auf den Bau eines neuen Kindergartens sei schon bald so einiges zu regeln. Denn die Stadt verfolgt zurzeit den Plan, diesen in Kooperation mit einem anderen Träger im Bereich des Neubaugebietes an der Brockeler Straße entstehen zu lassen. Der Träger könnte den Kindergarten bauen und betreiben – und das ganze Projekt am Ende über den Defizitausgleich refinanzieren. In diesem Fall geht es um 100 Plätze, womit die Stadt – bei einer Realisierung 2019 – den rechnerischen Bedarf decken könnte. Die Kooperation mit einem anderen Träger komme die Stadt nicht viel teurer, sagt Weber. Und er berichtet im Ausschuss auch von ersten Bewerbungen für eine solche Zusammenarbeit. Namen könne er allerdings noch nicht nennen.

Zehn Kinder auf der Warteliste

Das alles braucht aber Zeit, und deshalb sollen die Container an der Rotenburger Realschule stehen bleiben und als Ausweichsquartier genutzt werden. Von dieser Möglichkeit hatte bereits der Kindergarten Lönsweg in der Zeit des Neubaus Gebrauch gemacht. Zurzeit werden diese von der Integrierten Gesamtschule (IGS) genutzt.

Unabhängig von diesen Plänen geht Elke Bellmann in der Sitzung des Jugendausschusses auch auf den aktuellen Bedarf an zusätzlichen Kindergartenplätzen ein. Einige Eltern hätten den Aufnahmetermin nach hinten verschoben, um einen Platz in ihrer „Wunsch-Kita“ zu erhalten. Zehn Kinder nutzten zurzeit Plätze in Unterstedt und in Mulmshorn. Bellmann: „Tatsächlich stehen aktuell zehn Kinder auf der Warteliste.“

Bei den Bedarfsplanungen für die Krippe sei bisher eine Versorgungsquote von 50 Prozent zugrunde gelegt worden. Aktuell liege diese Quote in Rotenburg aber schon bei 58 Prozent, und mit einem weiteren Anstieg sei zu rechnen, erklärt Elke Bellmann. Die Anzahl der Krippenkinder im Stadtgebiet steige nach ihren Berechnungen im kommenden Jahr um 40 Mädchen und Jungen.

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