Planungen für den Unterstedter Kindergartenneubau laufen

Mehr Platz für die Jüngsten

Die Fäden für das Neubau-Projekt laufen bei Frank Beyer (v.l.), zuständig für das Gebäudemanagement im Rotenburger Rathaus, Bauamtsleiter Clemens Bumann und Unterstedts Bürgermeister Uwe Lüttjohann zusammen.
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Die Fäden für das Neubau-Projekt laufen bei Frank Beyer (v.l.), zuständig für das Gebäudemanagement im Rotenburger Rathaus, Bauamtsleiter Clemens Bumann und Unterstedts Bürgermeister Uwe Lüttjohann zusammen.

Rotenburg/Unterstedt – Das Gebäude aus den 1930er-Jahren entspricht nicht dem Stand der Technik, es ist nicht mehr groß genug und Feuchtigkeit zieht aus dem Keller hoch. Es sind vor allem diese Gründe, die Bautechniker Frank Beyer und Bauamtsleiter Clemens Bumann aus dem Rotenburger Rathaus sowie Unterstedts Bürgermeister Uwe Lüttjohann aufzählen, als es um den Neubau der städtischen Kindertagesstätte „Unterstedter Strolche“ geht. Dieser wird dringend benötigt und den Plänen dazu hat auch der Ortsrat zuletzt einstimmig grünes Licht erteilt.

Eine Sanierung fällt flach. Allein schon, weil der Platz nicht vorhanden wäre, das Gebäude so zu erweitern, wie es benötigt wird. „Der Bedarf für eine weitere Kita-Gruppe ist da, und die Eltern möchten ihre Kinder in Unterstedt untergebracht sehen“, erklärt Lüttjohann. Das aktuelle Gebäude stammt aus den 30er-Jahren, dort ist Ende der 60er-Jahre ein Kindergarten entwickelt worden. Mit dem Ort selbst wächst gleichsam der Bedarf an Plätzen. Aktuell werden zehn Kinder in Containern untergebracht. Eine Dauerlösung ist das schon aufgrund der Kosten nicht.

Auch die Küche ist zu klein, die Gruppenräume liegen auf verschiedenen Ebenen. Das könnte nur mit viel Aufwand hergerichtet werden. „Und dazu ist der Zustand zu schlecht“, sagt Beyer. Aufgrund des Platzmangels sind die Mitarbeiter bereits unter das Dach gezogen – auch das nur eine Übergangslösung, da es nicht gedämmt und der Bereich nicht dafür gemacht ist. Hätte man teils noch sanieren können, bleibt das Problem des Platzmangels – und das kann nur mit dem Neubau behoben werden. Weiterer Pluspunkt: Dieser könnte später noch erweitert werden, wenn der Bedarf künftig weiter steigt.

Auf der Suche nach einem neuen Standort haben sich die Planer auf den Bereich östlich der Bundesstraße konzentriert. Der Standort schafft kurze Wege, denn: „Dort leben mittlerweile 80 Prozent der Kinder sowie der Bevölkerung“, merkt Bumann an – es ist der Bereich Unterstedts, in dem die Neubaugebiete zuletzt entstanden sind. Mit der Entwicklung des Kohlhofes und eines weiteren Gebiets, das Bürgermeister Lüttjohann bereits im Sinn hat, wird die Nachfrage nach Plätzen perspektivisch steigen. Zunächst war ein Standort im Baugebiet Kohlhof angedacht, nach Kritik der Anwohner sei das verworfen worden. Der ideale Platz scheint nun aber in dem Dreieck gefunden, in dem sich die Straßen Hempberg und Am Schützenholz treffen: Von dem insgesamt 6 000 Quadratmeter großen Areal hat die Stadt Rotenburg 2 000 Quadratmeter auf 100 Jahre vom Realverband Schweineweide gepachtet. „Das war eine günstige Gelegenheit“, so Bumann. Zumal direkt am Kindergarten ein Spielplatz ist, der zusätzlich zum eigenen Außenbereich mitgenutzt werden kann.

Ein Vorteil vom Neubau ist zudem, dass während der Bauzeit der bestehende Kindergarten weiter genutzt werden kann. Und spätestens im kommenden Sommer müsste die Containerlandschaft erweitert werden, weswegen die Politiker auf einer zeitnahen Lösung bestanden haben. Bei einer Sanierung des Bestandsgebäudes hätte allein die Containermiete für den Übergang 80 000 bis 100 000 Euro verschlungen. In die Planungen ist Kindergartenleiterin Ines Blum stark eingebunden gewesen, um bedarfsgerecht zu bauen. „Die Kinder und Erzieher sollen sich wohl fühlen“, meint Lüttjohann.

Die Tagesstätte wird auf einer Gesamtfläche von 630 Quadratmetern entstehen. Das Gebäude erhält ein begrüntes Flachdach und eine Photovoltaikanlage, mit dem erzeugten Strom soll eine Luft-Wärmepumpenanlage zur Beheizung betrieben werden. Drei Gruppenräume mit jeweils 50 bis 60 Quadratmetern entstehen innen. Darunter ein Raum für die Krippe nebst Ruheraum und Bad, außerdem ein Aufenthaltsraum für die Erzieher sowie ein Bewegungsraum, der verschiedene Aktionen ermöglicht. So kann unter anderem ein Kletterseil aufgehängt werden. Zwei weitere Gruppenräume könnten bei Bedarf später angebaut werden. Eine Verteilerküche, das Kindergartenbüro und die Damen- und Herrentoilette nebst behindertengerechtem WC sind ebenfalls eingeplant. Draußen wird es sowohl Park- als auch Fahrradstellplätze geben. „Platz ist genug, aber in der Außenplanung sind wir noch nicht“, so Bumann. Die Gesamtkosten werden etwa 900 000 Euro betragen. „Wir müssen es aber im Blick haben derzeit, dass das noch nach oben gehen kann“, merkt Beyer an.

Der Feinschliff ist fast durch, als nächstes kann der Bauantrag beim Landkreis gestellt werden. Dass dieser schnell abgenickt wird, erhoffen sich alle Beteiligten. Dann wäre ein Baubeginn spätestens Ende des Jahres/Anfang 2021 möglich.

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