Landkreis will Zahl der Stellflächen um 73 erhöhen / Maßnahme startet 2020

Mehr Parkplätze für die BBS

Die Parkplätze der BBS platzen aus allen Nähten. Nun will der Landkreis den Parkdruck verringern. Fotos: Menker

Rotenburg - Von Guido Menker. Es ist eng auf dem Gelände der Berufsbildenden Schulen (BBS) in Rotenburg – aber mittlerweile auch drum herum. Die Zahl der Parkplätze reicht nicht aus für die Lehrer sowie für die Schüler, die den Unterricht zu einem erheblichen Teil mit dem eigenen Auto ansteuern. Lange Zeit haben viele Schüler aus Platznot ihre Wagen an der Bundesstraße vor der Schule sowie vor dem benachbarten Landmaschinenhändler Tiemann abgestellt. Das geht inzwischen nicht mehr, weil Poller installiert worden sind, die das verhindern. Und so entwickelt sich rund um die BBS herum an jedem Morgen ein intensiver Parkplatz-Suchverkehr. 286 Parkplätze stehen zur Verfügung – eindeutig zu wenig. Doch das soll sich schon bald ändern.

Der Landkreis nimmt 1,4 Millionen Euro in die Hand, um die Situation zumindest zu entspannen. Denn: „Vollkommen decken lässt sich der Parkplatzbedarf an einer berufsbildenden Schule kaum“, weiß Christina Kreijkes, die beim Landkreis im Gebäudemanagement tätig ist. Zusammen mit Kreisrat Sven Höhl hat sie am Donnerstagvormittag im Rotenburger Rathaus einen Plan vorgestellt, den der Landkreis als Schulträger im nächsten sowie im übernächsten Jahr umsetzen möchte. Ein Plan, mit dem sich die Zahl der Stellplätze um 73 auf dann 359 erhöhen ließe – und der im Idealfall durch fast 80 Prozent Fördergelder gedeckt ist.

Das Vorhaben umfasst eine ganze Reihe von Maßnahmen. Zunächst wollen die Planer die jetzige Bushaltestelle vom Gelände des großen Parkplatzes auf die Fläche vor dem Haupteingang der Schule verlegen – damit sie entsprechend der Gesetzeslage barrierefrei ist und die Verkehrssituation entschärft wird. In diesem Zuge erhalten die Fahrradständer einen neuen Platz, der weit rechts vom Haupteingang liegen wird. Die Busse werden künftig die Haupteinfahrt nutzen, dann gleich rechts auf das Gelände abbiegen und über einen Kreisel in Richtung Ausfahrt steuern. Kurz vor der Ausfahrt platziert der Landkreis die drei neuen Haltestellen. Ein Vorteil: Die Schüler müssen die kleine Straße, die zur Jugendherberge führt, nicht mehr queren, um zur Schule zu gelangen. Ein weiterer Vorteil: Auf dem großen Parkplatz lassen sich netto 23 weitere Stellplätze installieren. Im Zuge dieser Maßnahme werde der Landkreis die Fläche vor dem Haupteingang der Schule komplett überarbeiten. Höhl spricht von einer Art Campus. Für Teile der neuen Fahrradständer soll es auch eine Überdachung geben.

„Aber damit allein lösen wir das Problem nicht“, erklärt Höhl, um gleich auf den zweiten Teil der vorgsehenen maßnahmen sprechen zu kommen. Der Landkreis werde von der Stadt Rotenburg 4 000 einer insgesamt 5 000 Quadratmeter großen Grünfläche an der Castorstraße kaufen und darauf 50 weitere Parkplätze anlegen. Stellflächen, die dann ausschließlich den Lehrern der BBS zur Verfügung stehen sollen. Auf dieser Fläche, die hinter Tiemann liegt und an den rückwärtigen Bereich der Schule heranreicht, ist zurzeit ein nur wenig frequentierter Spielplatz mit wenigen Spielgeräten zu finden. Der Landkreis investiert in diesen Parkplatz weitere 600 000 Euro; hinzu kommen die Kosten für den Ankauf der Fläche zu einem Preis, der sich nach dem Bodenrichtwert richtet.

Um das Vorhaben auch dort umsetzen zu können, ist eine Änderung des Bebauungsplanes vorzunehmen. Und da kommt dann die Stadt ins Spiel, sagt deren Planungsamtsleiter Clemens Bumann. Der Planungsausschuss werde sich daher in seiner nächsten Sitzung am 19. November mit dem Thema befassen. Schon vorab unterstreicht Bumann, dass es sich auf dem Grundstück um einen eher wilden, also ungepflegten Baumbestand von minderer Wertigkeit handelt. Zugleich sei vorgesehen, im hinteren und auch im vorderen Bereich des Geländes breite Grünstreifen zu erhalten beziehungsweise diese mit heimischen Gehölzen zu bestücken. Der Spielplatz bekomme an der von den BBS abgewandten Seite einen neuen Standort auf jenem Teil des Grundstücks, das die Stadt selbst behält. Ein Artenschutzbericht sei bereits erstellt worden. Besondere Brutplätze seien nicht vorhanden. Der Bewuchs sei von nur geringem biologischen Nutzen, berichtet Bumann.

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