„Alpha E“: Bürgermeister sieht viele Verbesserungen, hat aber noch Wünsche

Mehr Lärmschutz für Rotenburg

Rotenburg bekommt mehr Lärmschutz an der Bahnlinie, das steht bereits fest. Die Forderungen gehen aber über das gesetzlich vorgeschriebene Maß hinaus.
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Rotenburg bekommt mehr Lärmschutz an der Bahnlinie, das steht bereits fest. Die Forderungen gehen aber über das gesetzlich vorgeschriebene Maß hinaus.

Rotenburg – Große Infrastrukturprojekte stoßen auf Widerstand – das ist immer so. Massiv diskutiert man in der Region seit Jahren über Stromtrassen wie den „SuedLink“, und auch beim Y-Trassen-Nachfolgeprojekt „Alpha E“ gibt es Widerstand. Doch während viele betroffene Kommunen an den Ausbaustrecken zwischen Hamburg, Bremen und Hannover auf die Barrikaden gehen, ist man in Rotenburg eigentlich ganz froh. „Nichts wird schlechter, vieles wird besser“, sagt Bürgermeister Andreas Weber (SPD).

Nichtsdestotrotz will auch die Kreisstadt in Sachen Lärmschutz mehr als das, was der Gesetzgeber als notwendig betrachtet. Und deswegen hat man sich politisch in einem gemeinsamen Appell den Forderungen der sieben Anrainerkommunen zwischen Rotenburg und Verden angeschlossen. Im Ausschuss für Planung und Hochbau hat die Ratspolitik dafür einstimmig grünes Licht gegeben. Der Ausbauabschnitt Rotenburg-Verden ist bereits Bestandteil des Bundesverkehrswegeplanes, daher konnte mit den Planungen hierzu bereits begonnen werden, bevor dann ab 2025 die Baumaßnahmen am Gesamtprojekt beginnen. Nach aktuellem Planungsstand ist durch die Deutsche Bahn ein zweigleisiger Ausbau vorgesehen. Hauptforderung der Regionsbedingungen ist der Vollschutz vor Bahnlärm be-wohnter Gebiete. Anders als in Verden oder Westerwalsede, wo große Baumaßnahmen gefordert werden, geht es auf Rotenburger Stadtgebiet nur um einen erweiterten Lärmschutz. Den fordert die Kreisstadt übergesetzlich in Unterstedt für den Bereich Westermoor – dort sind bislang keine Lärmschutzwände, sondern nur „passiver Lärmschutz“, also dickere Fenster oder ähnliches an Gebäuden vorgesehen. Das hilft aber natürlich nicht im Freien. In Unterstedt ist bislang nur auf der Ostseite der Bahnstrecke eine fünf Meter hohe und 390 Meter lange Schallschutzwand vorgesehen. Rotenburg fordert zudem mehr Lärmschutz für das Naherho-lungsgebiet des Ahewaldes. bis hin zur Wümmebrücke.

Da Rotenburg laut Weber als Kopfbahnhof für die von Bremen kommenden und nach Verden weiterfahren Güterzüge genutzt wird, sind in der Planung bereits Lärmschutzwände im Bahnhofsbereich vorgesehen – auch zum Parkplatz hin. Der Bundestag entscheidet 2021 über die Maßnahmen.  mk

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