Am 18. September

Mehr als 350 Werke aus 60 Jahren: Ingrid Berg-Pund startet neue Ausstellung

Ingrid Berg-Pund (r.) und Marianne Schmidt bereiten die neue Ausstellung im „Bogen“ vor.
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Ingrid Berg-Pund (r.) und Marianne Schmidt bereiten die neue Ausstellung im „Bogen“ vor.

Rotenburg – Wer Ingrid Berg-Pund fragt, was Kunst für sie im Leben bedeutet, bekommt keine klare Antwort. Sie weicht aus und sagt nur: „Kunst ist ganz wichtig, aber auch die Liebe. Und schöne Männer.“ Ausschließlich um Kunst geht es allerdings am 18. September in der Galerie „Der Bogen“ an der Immelmannstraße in Rotenburg.

Dort startet die 84-jährige, seit 1979 in Rotenburg lebende Künstlerin eine neue Ausstellung mit dem Titel „Maß und Zeichen“. Im Fokus stehen dabei rund 300 Bilder sowie etwa 50 Bronzeplastiken. Die Bildhauerarbeiten finden die Besucher nicht nur in der Galerie, sondern auch draußen vor der Terrassentür im Skulpturengarten. Um 14 Uhr geht es los. Jürgen Weichard sowie Bürgermeister Andreas Weber sprechen zur Eröffnung. Es gelten für die Gäste die 3G-Regel sowie Maskenpflicht. Zunächst bis Weihnachten zeigt die Malerin und Bildhauerin mehr als 350 Werke aus ihrer 60-jährigen Schaffenszeit von 1960 bis 2020. Porträts, Landschaften, Bilder zu gesellschaftspolitischen Auseinandersetzungen wie die Flüchtlingswelle von 2015 sowie aus unterschiedlichen Serien und Zyklen mit Titeln wie „Weit Meer – weit mehr“, „Augen zu und durch“, aber auch abstrakte Bilder und Arbeiten, die in Interaktionen mit anderen Künstlern entstanden sind, wird es zu sehen geben.

Beim Gespräch mit der Kreiszeitung darüber sitzt auch Marianne Schmidt mit am Tisch. Die frühere Gleichstellungsbeauftragte des Landkreises Rotenburg und die Künstlerin verbindet eine inzwischen enge Freundschaft, die über gemeinsame Projekte und Schmidts Begeisterung von Berg-Punds Kunst entstanden ist.

Marianne Schmidt hat sich zuletzt die Mühe gemacht, und ein rund 100 Seiten umfassendes Buch produziert, in dem 264 Bilder zu finden sind – mit allen Maßen und Titeln, die auch heute noch in der Galerie ihren Platz haben. Es könnten mehr sein, aber: „Es ist ja auch schon einiges verkauft“, so Ingrid Berg-Pund. Ihr ist es wichtig, dass die Besucher auch Bilder von Taha Diakathé, einem befreundeten Künstler aus Afrika, zu sehen bekommen.

Es ist eine Ausstellung, die Aufschluss gibt über das Schaffen der in Oldenburg geborenen Künstlerin, die immer viel Wert auf Kunst im öffentlichen Raum gelegt hat, wie sie sagt. Die Ausstellung ist vom 18. September an und dann bis Weihnachten immer samstags und sonntags von 14 bis 17 Uhr geöffnet. Der Skulpturengarten kann täglich besucht werden. Jede Menge Kunst also, aber vielleicht lassen sich ja auch ein paar schöne Männer blicken.

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