Christdemokraten warten auf Votum von Grünen und WFB

Marco Prietz übernimmt Fraktionsvorsitz der CDU

Der Kreisvorsitzende Hans-Heinrich Ehlen (l.) freut sich mit dem neuen CDU-Fraktionsvorsitzenden Marco Prietz.

Rotenburg - Marco Prietz aus Bremervörde ist Vorsitzender der CDU-Kreistagsfraktion Rotenburg. Am Montag haben die Kreistagsabgeordneten der CDU den 28-jährigen Verwaltungsbetriebswirt auf Vorschlag des CDU-Kreisvorsitzenden und Landtagsabgeordneten Hans-Heinrich Ehlen einstimmig zum neuen Fraktionschef gewählt. Als jüngstes Mitglied des neuen Kreistages übernimmt Prietz damit die Leitung der mit 23 Abgeordneten größten Fraktion im Rotenburger Kreistag von seinem Vorgänger Heinz-Günter Bargfrede, der nach 40 Jahren aus dem Kreistag ausgeschieden ist.

Dem Fraktionsvorstand gehören weiterhin vier stellvertretende Vorsitzende aus allen Teilen des Landkreises an. Mit Kerstin Klabunde (Verwaltungswirtin, Gnarrenburg, Wahlbereich I), Heinz-Hermann Holsten (Tierarzt im Ruhestand, Tarmstedt, Wahlbereich II), Klaus Rinck (Richter, Rotenburg, Wahlbereich III) und Ursula Hoppe (Geschäftsführerin, Bothel, Wahlbereich IV) komplettieren zwei Frauen und zwei Männer die Fraktionsführung. Über die Besetzung der Ausschüsse des Kreistages sowie Vorschläge für das Amt des Kreistagsvorsitzenden und der stellvertretenden Landräte wird die Fraktion in ihrer nächsten Sitzung entscheiden. Das teilt Marco Prietz der Presse mit.

„Unser vorrangiges Ziel in den kommenden Wochen ist die Bildung einer stabilen Kreistagsmehrheit“, erklärte Prietz im Anschluss an seine Wahl gegenüber der Presse. Dabei betonte er, dass die Christdemokraten die bewährte Zusammenarbeit mit der FDP fortsetzen möchten. Zudem seien die zahlreichen bereits geführten Gespräch mit der SPD, WFB und den Grünen konstruktiv und sachlich verlaufen. „Mit WFB und Grünen sind bereits weitere Gespräche ins Auge gefasst, um die konkreten Einigungsmöglichkeiten abschließend auszuloten“, so Prietz. Die CDU-Fraktion werde rechtzeitig zur konstituierenden Kreistagssitzung am 1. November ihre Entscheidung über die Koalitionsbildung treffen. Dieser Zeitplan nimmt auch Rücksicht auf den Wunsch von WFB und Grünen, zunächst auf in Kürze stattfindenden Kreismitgliederversammlungen die bisherigen Verhandlungen zu bewerten und ein Meinungsbild über eine mögliche Mehrheitsbildung einzuholen. „Wir respektieren, dass unsere potenziellen Partner hier um ein Votum ihrer Mitglieder bitten“, bekräftigt Prietz. In der CDU obliege die Entscheidung über eine Koalitionsbildung den gewählten Kreistagsabgeordneten in der Fraktion. 

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