Cornelia Mansfeld vom Bundesvorstand der Initiative „buy local“ referiert bei den Liberalen

Den lokalen Einzelhandel puschen

Die Referentin Cornelia Mansfeld zeigt symbolisch, dass der Kunde auch in lokalen Geschäften bequem einkaufen kann. - Foto: go

Rotenburg - Der Ortsverband der Rotenburger Liberalen hatte am Dienstagabend Cornelia Mansfeld zu Gast. Sie ist mit im Vorstand der bundesweit agierenden Initiative unabhängiger Einzelhändler „buy local“ („kaufe lokal“). Das dort erarbeitete Konzept passe so recht in den Ideen-Pool der hiesigen Freien Demokraten, erklärte deren Vorsitzender Gunter Schwedesky. Die Mitglieder feilen noch an ihrer Wahlaussage: „Wir wollen lokal was bewegen“. Unter dem Motto „Kaufkraft binden und Zukunft sichern“ hat die Initiative das Ziel, die Liquidität vor Ort zu sichern und die regionale Wertschöpfung zu erhalten. Der rasend wachsende Internethandel mache den stationären Einzelhändlern immer mehr zu schaffen, so Mansfeld, die selbst Geschäftsinhaberin einer Buchhandlung in Rotenburg ist. Sie selbst habe das seit der Finanzkrise 2008 zu spüren bekommen. Grund genug für sie, sich der Initiative mit Sitz in Singen anzuschließen und sich zu engagieren, erklärte Mansfeld. Sie setze sich damit auch gegen eine Verarmung der Kommunen in vielerlei Hinsicht ein und zählte Fakten pro lokales Einkaufen auf: Steuereinnahmen, kulturelle und soziale Vielfalt sowie der Erhalt von Tradition.

„buy local“ beobachte Trends im Handel und entwickele Strategien. Als Vorteile des Internethandels würden immer wieder schnelle Lieferung, große Auswahl und Bequemlichkeit genannt. Was setzt der stationäre Einzelhandel dagegen? Mansfelds Antwort: Kompetenz und Beratung, soziales Leben, Unterstützung von Vereinen und Initiativen in den Kommunen, unter anderem durch Spenden. Die Geschäftsinhaber hätten durch ihr Engagement das Gesamtwohl ihrer Umgebung im Blick. „Das gute Leben in den Kommunen kann von uns allen durch unser Verkaufsverhalten gefördert werden“, meinte die Buchhändlerin. Auch in Rotenburg habe die Initiative Mitglieder. „Hier gibt es viele Traditionsgeschäfte, die der Stadt Charakter geben. Uns allen wünsche ich, dass es so bleibt“, sagte Mansfeld.

Sie forderte die Anwesenden auf, gemeinsam daran zu arbeiten, den lokalen Einzelhandel innovativ zu stärken, weil das den lokalen, sozialen und kulturellen Angeboten diene. Es müssten noch viele Ideen entwickelt werden, erklärte sie und forderte die Liberalen auf, sich daran zu beteiligen. Diese hatten die Möglichkeit, den bereits vorliegenden Entwurf der Wahlaussage nach den neu gewonnenen Erkenntnissen zu ändern oder zu ergänzen. - go

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