Rotenburger Studio 10 bietet mediale Lösungen in der Pandemie

In der Krise: Lieber machen statt jammern

Dario Elsen und Malte Holsten stehen im Studio 10, das in den Lagerräumen von Holstens Veranstaltungstechnik-Firma Sound-Patrol entstanden ist – an der Trinidadstraße 10, daher der Name.
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Dario Elsen (l.) und Malte Holsten sind die Macher von Studio 10, das in den Lagerräumen von Holstens Veranstaltungstechnik-Firma Sound-Patrol entstanden ist – an der Trinidadstraße 10, daher der Name.

Rotenburg – Wenn Pandemie und Politik das Geschäft seit nunmehr fast einem Jahr ausbremsen, kann man natürlich zurecht meckern oder gar verzweifeln. Oder man findet eine Lösung, eine Alternative. So wie Malte Holsten und Dario Elsen. Ihr Ausweg: Studio 10.

Es ist, da es ja noch den hauseigenen Kanal 11 der Rotenburger Werke gibt, nicht ganz Rotenburgs erstes Fernsehstudio, garantiert aber das erste, das hochprofessionelle Technik für Kunden anbietet und nicht nur mit 50 Quadratmetern Bühnenfläche im Gewerbegebiet Hohenesch glänzt, sondern zudem auch noch mobil ist. Für die beiden 29-Jährigen Elsen und Holsten ist es kein Neuanfang, wohl aber ein neues Kapitel. Dass sie vom Fach sind, haben die alten Schulfreunde in den vergangenen Jahren bewiesen: Holsten ist mit seinem Vier-Mann-Unternehmen Sound-Patrol in allen Bereichen der Veranstaltungstechnik vom Festival über private Feiern bis zu großen Firmenevents unterwegs, Elsen hat sich mit einem Kollegen in direkter Nachbarschaft auch an der Trinidadstraße mit seinen Gegenheit Medienproduktionen vor allem mit Event- und Image-Filmen einen Namen gemacht. „Wir wollen unsere Kompetenzen vereinen“, sagt Elsen.

Ein Blick in das professionelle Studio mit reichlich Platz.

Corona-Vollbremsung war „der Schock“

Eigentlich lief bei den jungen Unternehmern alles gut. 2019, sagt Holsten, „war ein sehr gutes Jahr“, auch die Buchungslage für 2020 war vielversprechend. Doch dann kam die Corona-Vollbremsung. „Der Schock“, sagt Holsten stellvertretend für die gesamte Veranstaltungsbrache. „Und jetzt sitzen wir hier und haben die Geschichte immer noch.“ Mit der „Autodisco“ und vielen Konzerten unter coronakonformen Bedingungen war zwar 2020 auch ein wenig was möglich, und in einer diesbezüglichen Art und Weise sei auch für 2021 etwas geplant – aber das reicht natürlich nicht. Und so steckten Elsen und Holsten ihre kreativen Köpfe zusammen, um mehr zu machen als zu jammern. Schon zu Beginn der Krise habe man am Konzept gefeilt, „jetzt ist die Idee fertig“, freuen sich die beiden, die seit ein paar Wochen insbesondere über soziale Netzwerke und in direkter Ansprache an ihre alten Kunden für das Studio 10 trommeln.

Digitale Neujahrsgrüße von Stadt und RWF

Gemeinsam mit dem Rotenburger Wirtschaftsforum (RWF) war die Stadt einer der ersten Kunden im Studio 10 – für einen digitalen Neujahrsgruß von Bürgermeister Andreas Weber (SPD) und RWF-Chef Heiko Kehrstephan, der über die Videoplattform Vimeo versandt wurde. Weber zeigt sich zufrieden mit der coronabedingten neuen Form dieses sonst traditionellen Empfangs mit hunderten Gästen. Und er sieht das Studio oder die damit verbundenen mobilen Möglichkeiten als Option, auch künftig Politik und Verwaltung anders darzustellen und zu präsentieren: „Wo sich die Möglichkeit bietet, wollen wir das Aufnahmestudio vermutlich in der Zukunft häufiger nutzen, wenn wir die Bürger über dieses Medium persönlich informieren wollen, sowohl von Seiten des RWF als auch der Stadt Rotenburg.“

450 Quadratmeter Lagerhalle von Sound-Patrol beherbergen nun das neue Fernsehstudio, in dem Aufzeichnungen, Liveübertragungen, Diskussionsrunden und viele andere Formate denkbar sind – mit hygienisch einwandfreiem digitalen Abstand zum Publikum, aber eben doch nah am Ansprechpartner. Der Bürgermeister und Wirtschaftsforum-Chef Heiko Kehrstephan waren mit die ersten Kunden, die das Studio für ihren Neujahrsgruß an die Stadt nutzten. Viele weitere sollen folgen, hoffen Elsen und Holsten. Das Format, betonen sie, sei natürlich in der Pandemie geboren, aber auch auf die Zukunft ausgerichtet. In diesen Zeiten entdeckten immer mehr Firmen die kreativen Möglichkeiten von Videokonferenzen, die zudem günstiger und umweltfreundlicher seien als viele Reisen und Treffen vor Ort – und auf diesem neuen geschäftlichen Feld wolle man sich etablieren und mehr bieten mit hoher Qualität und professioneller Technik als ruckelnde Online-Tools. „Wir sind motiviert und am Zahn der Zeit“, so Holsten. Und wenn das gemeinsame Feierabend-Getränk nach der Konferenz doch wieder möglich ist? „Auch dafür haben wir Ideen“, versprechen die Event-Experten von der Trinidadstraße lachend.

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