Rund 300 Raufüßige Hosenbienen haben sich auf den Wegen angesiedelt 

Lebensraum für Wildbienen auf Borcheler Friedhof

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Der Borcheler Friedhof beherbergt ein Kolonie der Raufüßigen Hosenbiene (l.). Die Stadt Rotenburg hat gemeinsam mit dem BUND ein Informationsschild für die Friedhofsbesucher aufgestellt. 

Borchel - Die Besucher des Borcheler Friedhofs haben seit dem vergangenen Jahr festgestellt, dass ein großer Teil der Grasflächen naturbelassen ist. Das hat einen besonderen Grund, denn unter den Sandwegen rund um die Grabstätten haben rund 300 Raufüßige Hosenbienen ihre bis zu einen Meter tiefe Nistlöcher gegraben.

„Die Einflugöffnungen für die Wildbienen sind an kleinen Sandhäufchen auf den Wegen zu erkennen“, erklärte der erste Vorsitzende vom Rotenburger BUND, Manfred Radtke. Damit die Besucher des Friedhofs bei ihrer Grabpflege den Lebensraum der unter Naturschutz stehenden Insekten nicht zerstören, haben die Mitglieder des Arbeitskreises „Wildbienen“ mit Elisabeth Quentin (Stadt Rotenburg), Manfred Radtke, Anja Schulenberg (Umweltbildungszentrum Wümme) und Elli Döbler (Imkerverein) ein Hinweisschild für die Friedhofsbesucher entworfen und gemeinsam mit Rotenburgs Bürgermeister Andreas Weber, dem Borcheler Ortsvorsteher Hans Worthmann und dem Stadtplaner Clemens Bumann auf dem Friedhofgelände aufgestellt. Darauf bitten die Initiatoren alle Grabpfleger, während der Flugzeit der Wildbienen von Juni bis September nicht die Eingänge der Niströhren zu zerstören und bittet zudem die Wege nur in Monaten Oktober bis Mai zu harken sowie keine Unkrautvernichtungsmittel einzusetzen.

Die vorhandenen Korbblütler (Habicht- und Ferkelkraut) sind die Nahrungsgrundlage für die Wildbienen. „Eine solche Anhäufung wie hier ist eine Rarität. Auch die Wildbienen sind wie die Honigbiene für die Bestäubung von Pflanzen enorm wichtig“, berichtete Quentin.

Die Initiatoren hoffen nun, dass sich die Besucher des Friedhofs an die Bitte der Naturschützer halten und die auf den Hinweisschild gegeben Ratschläge beherzigen, dann werden die seltenen Insekten sicherlich in Borchel erhalten bleiben. 

go

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