Wörterbuch für den Kreisrat

Ostermarsch der Bürgerinitiativen: Lautstarker Protest gegen Fracking

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Birgit Brennecke legt symbolisch ein Wörterbuch in den Briefkasten des Kreishauses.

Rotenburg - Von Henning Leeske. Echter Trinkwasserschutz, ein Ende des Frackings, umfangreiche Kontrollen der Konzerne! Die Liste der Forderungen der Gegner der umstrittenen Erdgasförderung in der Region ließe sich noch weiter fortsetzen.

Knapp 200 Teilnehmer des Ostermarsches gegen das Gasbohren teilten ihren Mitmenschen am Samstag in der Rotenburger Innenstadt lautstark mit, was sie von den Aktivitäten von Exxon, Dea und Co. halten.

Bevor der Demonstrationszug sich am Kreishaus in Bewegung setzte, hatte Birgit Brennecke aus Hemslingen noch ein spezielles Ostergeschenk für die Kreisverwaltung parat. Ein deutsch-englisches Wörterbuch sollte dem ersten Kreisrat Torsten Lühring helfen, mehr über Gutachter aus dem nichtdeutschsprachigen Bereich zu erfahren. Hintergrund dafür war eine Sitzung des Arbeitskreises Fracking, in der die vorgeschlagene Firma Duvas vorgestellt wurde. 

Verwaltung wehrt sich gegen Gutachten

MdL Dörte Liebetruth forderte mehr Druck auf die Konzerne.

Die international anerkannten Experten für Luftimmissionen bei Raffinerieanlagen sollten mit einem Gutachten über die Luftbelastung durch die Frackinganlagen im Landkreis beauftragt werden. „Aber die Verwaltung hat sich gegen den Gutachter gewehrt aufgrund der nichtdeutschsprachigen Informationen über das Unternehmen“, so Brennecke sauer.

Das geplante Aufstellen der Thesen am Kreishaus zum Thema Fracking konnte durch die feuchte Witterung nicht realisiert werden, aber dennoch zog der Demonstrationszug von Passanten viel beachtet zur Abschlusskundgebung zum Neuen Markt. 

Veranstaltungsleiter Jochen Richert begrüßte die zahlreichen Bürgerinitiativen gegen Fracking und einige Redner mit Fragen wie zum Beispiel: „Was ist mein Haus überhaupt noch wert, wenn es in der Nähe einer Frackinganlage liegt?“ Antworten versuchte die Landtagsabgeordnete Dörte Liebetruth (SPD) aus dem Landkreis Verden zu liefern.

Bevölkerung soll weiter Druck machen

„Der Trinkwasserschutz hat ganz klar Vorrang vor den wirtschaftlichen Interessen der Konzerne und das ist auch so im Koalitionsvertrag der Landesregierung festgeschrieben“, so Liebetruth. „Die Bevölkerung sollte weiter Druck machen, dass die Konzerne wie Exxon wissen, dass sie nicht unser Trinkwasser gefährden können“, forderte Liebetruth.

Als unmittelbar Betroffene erinnerte Sabine Holsten an die Verpflichtung der Beamten, Schaden vom Volke abzuwenden. „Von Behördenseite muss agiert werden und nicht reagiert werden.“ Dabei mahnte sie ebenfalls an, „gerade für unsere Mitstreiter, die wegen ihrer Krebserkrankung nicht mehr mitkämpfen könnten, um so mehr Druck auf die zuständigen Behörden auszuüben.“

Ostermarsch in Rotenburg

Beim Rotenburger Ostermarsch stand das Thema Fracking im Vordergrund. © Leeske
Beim Rotenburger Ostermarsch stand das Thema Fracking im Vordergrund. © Leeske
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Beim Rotenburger Ostermarsch stand das Thema Fracking im Vordergrund. © Leeske
Beim Rotenburger Ostermarsch stand das Thema Fracking im Vordergrund. © Leeske

Vom Verein Genuk sagte Katrin Otte: „Es werden Kosten und Mühen gescheut, um die Verursacher für Umweltkrankheiten zu ermitteln.“ Es sollen endlich die Epidemiologen mit den Fallstudien für die Auslöserstoffe wie Benzol vom Land beauftragt werden.“

„Mein Opa hat mir schon vor 58 Jahren in Sothel den Schweinkram in den Gräben gezeigt. Und ich kann jetzt mal der Opa sein und die Schweinerei von heute durchs Fracking zeigen“, wurde Andreas Rathjens zum Abschluss kämpferischer.

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