Landkreisweit 1371 Gewerbeanmeldungen im Jahr 2014

Gründerzahlen rückläufig

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Im Landkreis Rotenburg ist die Zahl der Gründungen im Langzeit-Trend rückläufig.

Rotenburg - Von Teja Banzhaf. Unternehmer zu sein, ist längst kein Traumjob mehr: Gemäß dem bundesweiten Trend ging auch im Landkreis Rotenburg die Zahl der Gründungen zurück. So wurden, wie jetzt bekannt wurde, im Jahr 2014 254 weniger Gewerbeanmeldungen abgegeben als 2009. Rechnet man die Gewerbeanmeldungen auf Einwohner um, gab es im Landkreis rund 82 je 10000 Einwohner.

Am Anfang eines etwaigen unternehmerischen Erfolges, steht immer die Gewerbeanmeldung. Über sie wird die gewerbliche Entwicklung in Deutschland vergleichsweise genau erfasst. Aktuell liegen in der von den Statistischen Landesämtern betriebenen Regionaldatenbank die Zahlen aus den Gewerbeämtern bis Ende 2014 vor. Im Landkreis Rotenburg gab es 2014 demnach 1317 Anmeldungen.

Obwohl dies im Vergleich zu 2013 eine leichte Steigerung ist (1209), ist dies im Langzeit-Trend ein deutlicher Rückgang. So gab es 2009 noch 1571 Gewerbeanmeldungen in der Region, 2010 wagten sogar 1621 Menschen im Landkreis den Schritt in die Selbstständigkeit.

Allerdings: Nicht jeder Gründer hat den weltweiten Markt im Blick. Deswegen schätzen die Statistiker auch die Chancen der Gründung ab. 2014 bekamen von den 1317 Gewerbeanmeldungen insgesamt 1075 das Prädikat „Neuerrichtungen“, womit Gewerbe beschrieben werden, die es in der Region vorher noch nicht gab, und von denen wiederum 205 als Betriebsgründungen eingestuft wurden, denen die Experten eine größere wirtschaftliche Bedeutung beimessen, weil sie meinen, dass diese Firmen auf Sicht wirtschaftlichen Erfolg und Arbeitsplätze bringen.

Bei den dem gegenüberstehenden 1147 Gewerbeabmeldungen werden 929 als sogenannte echte Aufgaben gewertet, aber von diesen wiederum waren nur 206 Betriebsaufgaben, bei denen auch von größeren Arbeitsplatzverlusten auszugehen ist.

Des weiteren sind in den Abmeldungen noch 93 Betriebe erfasst, die an Nachfolger oder Käufer übergeben wurden, also bei den Anmeldungen in der Zahl der Übernahmen mit 91 größtenteils wieder auftauchen und bei denen unterm Strich die Arbeitsplätze nicht verloren gegangen sind.

Zieht man die 1147 Gewerbeabmeldungen von den Gewerbeanmeldungen ab, blieb 2014 ein Gründersaldo von plus 170 Gründerinnen und Gründern, die Hoffnung auf zusätzliche Jobs machen. Für die Frage, wie es um den lokalen Gründergeist steht, gibt es auch einen Maßstab: Die Gewerbeanmeldungen auf 10000 Einwohner. Auf dieser Basis liegt Offenbach bundesweit mit seinem Wert von knapp 196 ganz vorne und liegt damit 2,4 Mal höher als der im Landkreis Rotenburg.

zds

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