Landkreis will 260000 Euro in den Pavillon am Bullensee investieren

„Lotte“ kommt

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Udo Fischer (v.l.), Sassa Weyandt, Bernd Petersen, Ursula Hoppe, Thomas Lauber und Hedda Braunsburger freuen sich über die Investition des Landkreises.

Rotenburg - Von Matthias Röhrs. Es soll wieder Leben in den Pavillon am Bullensee einkehren. Nach einer Ausschreibung des Landkreises Rotenburg hat der Kreistag sich nun auf das Konzept des Vereins „Lotte am Bullensee“ verständigt. Bis zu 450000 Euro sollen dafür in den Imbiss, der schon seit Längerem leer steht, investiert werden. 260000 Euro davon stellt der Landkreis bereit.

Fest steht, die Tage des Pavillons als Imbiss oder gar nur Toilettenhäuschen sind damit gezählt. Die Mehrheitsgruppe im Kreistag aus WFB, Grünen und der SPD hat für das Konzept des Vereins „Lotte“ die Investitionssumme durchgesetzt.

„Es soll ein schöner und moderner Ort werden, der in die Umgebung passt“, sagt Sassa Weyandt, die Initiatorin und erste Vorsitzende des Vereins „Lotte am Bullensee“. Im dann gleichnamigen Pavillon wolle man – zunächst nur an Wochenenden – versuchen, regionale und saisonale Kost anzubieten. Auch gelegentliche Veranstaltungen kultureller Art solle es geben. Die Toiletten könnten dabei weiterhin allen Besuchern des Bullensees zur Verfügung stehen. Sie werden vom Landkreis betrieben.

Obwohl in der Vergangenheit immer wieder Pächter am Bullensee scheiterten, glauben weder Verein noch Politik, dass es „Lotte“ ebenfalls so ergehen könnte. „Die Mehrheitsgruppe sieht eine Lage, die besser nicht sein kann“, sagt Petersen. Wenn es vernünftig aufgezogen werde, dann habe es auch Bestand, ist er überzeugt. „Wir wollen da nicht einfach was hinstellen“, so der WFB-Politiker. Udo Fischer vom Touristikverband des Landkreises sieht die Gründe der vorherigen Geschäftsaufgaben ebenfalls in dieser Richtung. „Es gab hier vorher kein Betreiberkonzept, aber hier muss etwas stehen, das Hand und Fuß hat“, sagt er. Neben Badegästen kämen vor allem Wanderer der umliegenden Nordpfade und der Nabu-Naturwanderwege vorbei.

450000 Euro möchten Landkreis und Verein im Idealfall investieren. Zu den 260000 Euro aus dem Kreishaushalt soll noch Geld aus Fördertöpfen, wie von der Metropolregion Hamburg, kommen. In den Räten der Stadt Rotenburg und der Gemeinde Kirchwalsede gibt es ebenfalls Überlegungen, dieses Projekt zu bezuschussen.

Ein Abriss des Gebäudes stehe nicht zur Debatte. Der Bestandsschutz des Gebäudes muss aufrecht erhalten werden, da nach aktuellem Recht ein Neubau an dieser Stelle nicht erlaubt ist. Für den Umbau habe sich bereits eine Architektin, die „Lotte“-Mitglied ist, entsprechende Gedanken gemacht, so Weyandt. Bereits im Juli soll mit dem kleinen Holzpavillon „Lottchen“ ein Vorläuferprojekt am Bullensee starten. Wenn es gut laufe, sollen bis Sommer 2016 die Umbauarbeiten abgeschlossen sein.

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