Landkreis sammelt auf Bürgerplattform Meinung der Öffentlichkeit

Sperrmüllsammlung auf dem Prüfstand

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Für die Verwaltung ist die zentrale Sperrmüllsammlung einmal jährlich ein Dorn im Auge.

Rotenburg - Es ist ein alter Hut, der am 10. November im Ausschuss für Abfallwirtschaft des Landkreises auf der Tagesordnung stand. Soll die Straßensammlung von Sperrmüll eingestellt werden? „Und täglich grüßt das Murmeltier“, hatte der Grünen-Fraktionschef Reinhard Bussenius den damaligen Tagesordnungspunkt begrüßt. Eine Entscheidung wurde damals nicht getroffen, zunächst soll ein Stimmungsbild aus der Bevölkerung eingeholt werden. Das soll jetzt über die „Bürgerplattform ROW“ im Internet geschehen.

Zurzeit erfolgt einmal im Jahr eine Straßensammlung, zusätzlich kann jeder Bürger in diesem Zeitraum eine kostenlose Sperrmüllabfuhr gesondert anfordern. Die Kreisverwaltung hatte empfohlen, die jetzige Form der Straßensammlung zum Januar 2017 einzustellen und den Sperrmüll nur noch auf Anforderung abzuholen. Grund dafür sei, dass bei der Straßensammlung die Sperrmüllhaufen in den Abend- und Nachtstunden von privaten Sammlern durchsucht werden. Dabei treten laut Verwaltung nicht nur Lärmbelästigungen auf, sondern die Abfallhaufen werden zerfleddert und teilweise mit Sachen ergänzt, die gar kein Sperrabfall sind. Dazu treten in den Gebieten mit Straßensammlung vermehrt Diebstähle auf, die unmittelbar in Zusammenhang mit der Straßensammlung zu sehen sind. Auch die CDU hatte sich dem Ansinnen der Kreisverwaltung angeschlossen, allerdings konnte sich der Ausschuss mehrheitlich nicht dazu durchringen. Stattdessen beschloss der Ausschuss, sich ein Meinungsbild der Bevölkerung einzuholen. Angelika Dorsch, auf deren maßgebliche Initiative hin vor einem Jahr die Plattform an den Start gegangen ist: „Das ist ein Thema, das jeden angeht. Und jeder hat auch eine Meinung dazu. Das ist der Idealfall für die Bürgerplattform.“ Erster Kreisrat Torsten Lühring sah das anders und kritisierte das Forum, das bislang auch auf wenig Resonanz gestoßen ist: „Die Plattform ist nicht repräsentativ, sondern der Kreistag ist es. Ich sehe nur Nachteile.“

Nichtsdestotrotz können sich nun alle Bürger unter buergerplattformrow.de einloggen und zur Initiative äußern. Wer für die Abschaffung ist, kann die Verwaltungsinitiative unterstützen. Wer eine andere Meinung hat, kann eine Gegeninitiative einbringen. Auch alternative Vorschläge können eingebracht werden. Mehr Infos zur Bürgerplattform gibt es auf der Internetseite der Landkreisverwaltung.

mk

https://buergerplattformrow.de

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