„Xavier“-Bilanz

Helfer im Kreis Rotenburg im Dauereinsatz

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Hier stand mal ein Carport.

Rotenburg / Sottrum - Von Guido Menker und Matthias Röhrs. Der Sturm „Xavier“ hat am Donnerstag die Feuerwehren im Landkreis Rotenburg ordentlich auf Trab gehalten. Allein in der Kreisstadt hatten sie von mittags an bis in die Abendstunden rund 30 Einsätze zu erledigen. „Soweit es uns bekannt ist, blieb es allerdings bei Sachschäden“, sagt Daniel Lorenz, Sprecher der Feuerwehr in Rotenburg.

Der Tag danach: Für den Bauhof steht vor allem das Beseitigen von umgeknickten Bäumen sowie abgebrochenen Ästen auf dem Arbeitsplan. Doch nicht in allen Fällen können sie diesen Job erledigen. Helga Straube von der Stadtverwaltung ordert die Firma Grewe, weil am Sternenweg Spezialgerät gebraucht wird, über das die Stadt nicht verfügt. Eine dicke Eiche ist umgekippt und lehnt an einem Haus. Schäden am Giebel sind sichtbar. Der Baum muss weg. Die Fachleute arbeiten sich mit einem großen Kran von oben nach unten, um die Eiche Stück für Stück abzutragen und damit die Last vom Haus zu nehmen. Wenige Meter weiter liegt eine weitere, sehr alte Eiche quer auf dem Sternenweg – die muss noch liegen bleiben. Der Weg ist damit vorerst dicht.

Noch schlimmer sieht es etwa 100 Meter weiter aus: Auch dort ist es eine Eiche, die dem Sturm nicht mehr genug entgegenzusetzen hatte und umgekippt ist. Sie ist auf einem Carport gelandet, in dem ein Auto steht. Zwei weitere Wagen ganz in der Nähe sind ebenfalls beschädigt worden, sagt Helga Straube. Sie wird gebeten, Absperrungen zu organisieren, damit keine Personen Gefahr laufen, verletzt zu werden. „Seit 7 Uhr bin ich schon unterwegs und koordiniere die Arbeiten“, sagt die Verwaltungsmitarbeiterin, während es mal wieder in Strömen gießt. Die Nachwehen des Sturms sind immer noch spürbar.

Diese Eiche hat sich quer gelegt und blockiert den Sternenweg.

In der Samtgemeinde Sottrum kommt es in der Nacht zu Freitag wegen des Sturms indes zu einem Unfall. Auf der Kreisstraße zwischen Schleeßel und Clüversborstel stürzt eine Baumkrone auf ein fahrendes Auto. Der Fahrer bleibt unverletzt, sein Wagen wird allerdings schwer beschädigt. „Da die Baumkrone nicht komplett abgerissen war, drohte diese während der Rettungstätigkeiten herabzufallen“, berichtet Erik Robin, Sprecher der Feuerwehren der Samtgemeinde. Die Polizei sperrt die Straße bis in die Morgenstunden komplett, mit einer Drehleiter sägen die Einsatzkräfte die Krone ab.

Während der Fahrt fiel eine Baumkrone auf dieses Auto.

Daniel Lorenz in Rotenburg war am Tag zuvor mit rund 35 Kollegen und fünf Fahrzeugen im gesamten Stadtgebiet im Einsatz. Auf dem Weg zum Hartmannshof, wo eine Birke auf ein Gebäude zu fallen droht, müssen sie jedoch erst einmal drei umgeknickte Bäume von der Fahrbahn räumen. Beim Einsatz an der Bahnlinie, wo ein Baum auf die Oberleitung gefallen war, versperren weitere umknickende Bäume der Feuerwehr zunächst den Rückweg.

Die Sottrumer Feuerwehren sind zwischen Donnerstagmittag und Freitag gegen 3.30 Uhr insgesamt 22 Mal im Einsatz. In Winkeldorf fällt ein Baum auf ein Haus, in Sottrum drohen an der Alten Dorfstraße mehrere große Äste auf die Straße zu fallen. Mithilfe einer Drehleiter nehmen die Helfer dieser Gefahr die Brisanz, so Erik Robin. Die Wehren aus Horstedt, Stuckenborstel, Ahausen, Sottrum, Clüversborstel, Höperhöfen und Hassendorf sind mit rund 70 Einsatzkräften und zwölf Fahrzeugen in die Aufräumarbeiten eingebunden.

Eine Eiche ist auf ein Wohnhaus am Sternenweg in Rotenburg gekippt.

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