Verschärfte Corona-Regeln in Restaurants und beim Friseur

Ab Donnerstag gilt 3G im Landkreis Rotenburg

Frau mit Maske in der Rotenburger City
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Nicht nur die Maske, sondern auch Impfpass oder Testbestätigung sind jetzt in vielen Bereichen der Rotenburger Innenstadt Pflicht.

Geimpft, genesen oder gestestet: Wer ab Donnerstag zum Friseur oder ins Restaurant will, muss wieder mehr beachten im Landkreis Rotenburg. Die Zahlen steigen - aber Schulen und Kitas sind zum Glück noch nicht stärker betroffen.

Rotenburg – Die zuletzt deutlich gestiegenen Coronazahlen zwingen die Rotenburger Behörden zum Handeln und führen nach den Landesvorgaben zur „erweiterten 3G-Regel“. Zwar wird im Kreis Rotenburg aufgrund des landesweit nicht überschrittenen Leitindikators Hospitalisierung keine Warnstufe ausgerufen, aber es gelten ab Donnerstag weitere Einschränkungen im öffentlichen Bereich. Grundlage: Die Sieben-Tage-Inzidenz lag am Dienstag mit 69,3 den fünften Werktag in Folge über 50. Nach den Vorgaben sind viele Bereiche damit nur noch für Personen zugänglich, die entweder vollständig gegen Corona geimpft oder genesen sind oder einen negativen Test vorlegen können.

Dabei bleibt das Fallgeschehen „diffus“, wie es offiziell heißt. 21 neue Coronafälle wurden am Dienstag gemeldet, kreisweit gelten 158 Menschen als infiziert. Acht Covid-Patienten aus dem Landkreis werden im Krankenhaus behandelt. Sogenannte Cluster seien nicht zu erkennen. Wohl aber regionale Schwerpunkte: Allein 47 Infizierte gibt es in Sottrum. Der dortige Samtgemeindebürgermeister Holger Bahrenburg hat für seine geplante Amtseinführung am Donnerstagabend bereits reagiert: In den politischen Gremien Sottrums gilt wie in größeren Büros des Rathauses wieder eine Maskenpflicht, zudem werde die Kontaktnachverfolgung intensiviert. Mindestens ein Mitglied des neuen Samtgemeinderats sei nachgewiesenermaßen infiziert, bei weiteren Politikern gebe es Quarantäne-Anordnungen. Bahrenburg sagt aber auch, dass er sich an „Tratsch“ zu den Ursachen der Häufungen in Sottrum nicht beteiligen werde. „Wir können es einfach nicht einschätzen“, sagt er und stimmt damit dem zu, was auch Christine Huchzermeier als Sprecherin des Kreisgesundheitsamts wiederholt: Es gebe Fälle in Zusammenhang mit Treffen größerer Familienverbände, aber auch Reiserückkehrer seien betroffen, genauso gebe es Ansteckungen in Büros oder im Freundeskreis, weil sich wieder vermehrt getroffen werde, zumal drinnen. Positiv: Weder Kindergärten noch Schulen seien bislang im Kreisgebiet stärker betroffen, sodass Betreuung und Unterricht weitgehend normal weiterlaufen.

Für unseren Flächenlandkreis wäre es ideal, den Einsatzauftrag der mobilen Impfteams zu erweitern. Ein Impfzentrum in der Mitte des Kreises bringt bekanntlich nicht so viel.

Kreissprecherin Christine Huchzermeier

Die Ausweitung der 3G-Regel gilt ab Donnerstag für alle Zusammenkünfte und Veranstaltungen mit mehr als 25 Personen in geschlossenen Räumen. Dazu gehören beispielsweise Kinos, Theater, Spielhallen und ähnliche Einrichtungen. Die 3G-Regel betrifft auch private Zusammenkünfte. Ausgenommen sind religiöse Veranstaltungen. Im gesamten Innenbereich der Gastronomie und für den Tourismusbereich, also beispielsweise Restaurants, Bars, Hotels und Pensionen, gilt ebenfalls die 3G-Regel. Wenn Gäste keinen Impf- oder Genesenen-Nachweis vorlegen, müssen sie bei Beherbergungen bei Anreise sowie zweimal wöchentlich einen aktuellen negativen Coronatest nachweisen. Wer körpernahe Dienstleistungen wie Friseur, Kosmetik, Massage oder Fußpflege in Anspruch nimmt, muss ebenfalls einen Nachweis vorlegen, dass er geimpft, getestet oder genesen ist. Gleiches gilt bei der Nutzung von Sportanlagen in geschlossenen Räumen einschließlich Fitnessstudios, Kletterhallen, Schwimmhallen und ähnlichen Einrichtungen wie Spaßbädern, Thermen und Saunen. Die generelle Testpflicht bei Anwendung der 3G-Regel gilt nicht für Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren.

Die Debatte um die Wiedereröffnung von Impfzentren sieht der Landkreis dabei skeptisch. Seit Anfang Oktober sind stattdessen im Kreisgebiet drei mobile Impfteams in Seniorenheimen und an Schulen im Einsatz. Deren Einsatzauftrag müsste man wie zuvor wieder auf dezentrale Aktionen erweitern, so Huchzermeier – dann würde man vor Ort viel besser die erreichen, die noch nicht geimpft sind oder eine Auffrischung wünschen. Darüber hinaus böten die niedergelassenen Ärzte ausreichend Möglichkeiten an.

Coronaregeln Thema im Podcast „Kreis und Quer“

Um die 2G- und 3G-Regeln in der Gastronomie geht es auch in der neuen Folge von „Kreis und Quer“, dem Podcast der Mediengruppe Kreiszeitung. Der Vorsitzende des Dehoga-Kreisverbands Grafschaft Hoya, Andree Meyer, berichtet darin, dass er zumindest über die Feiertage nicht mit einem Lockdown für die Gastronomie rechnet. Die ganze Folge gibt es zu hören auf Spotify, Apple Podcast, direkt hier im Artikel oder überall sonst, wo es Podcasts gibt.

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