„Aus tierschutzrechtlichen Gründen erforderlich“

Landkreis beschlagnahmt 104 Kaninchen

Zwergkaninchen zu halten, erfordert Pflege, Platz und Tierliebe. SymbolFoto: imagO
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Zwergkaninchen zu halten, erfordert Pflege, Platz und Tierliebe.

Rotenburg - Von Guido Menker. Das Veterinäramt des Landkreises Rotenburg hat 104 Kaninchen beschlagnahmt. Die Tiere waren nicht artgerecht untergebracht. Das bestätigt Kreisveterinär Dr. Joachim Wiedner auf Anfrage unserer Redaktion. Demnach sei der Besatz in den Käfigen zu hoch gewesen. Darüber hinaus sei eine unzureichende Versorgung mit Wasser und Futter festgestellt worden. Die Käfige seien auch nicht sauber gewesen. Wiedner spricht außerdem von unzureichenden Lichtverhältnissen.

Wo genau die Tiere beschlagnahmt worden sind, will der Tiermediziner nicht sagen - irgendwo in der Mitte des Landkreises. Gehalten worden waren die Kaninchen von einer Privatperson. Bei den Tieren habe es sich nicht um eine Hochzucht gehandelt, so Wiedner. „Es waren jetzt keine besonderen Rassen darunter - das war eher kunterbunt.“

Eine Mitteilung aus der Bevölkerung habe das Veterinäramt auf den Plan gerufen. „Zunächst ist es uns darum gegangen, die Tiere dort herauszuholen und sie anderweitig unterzubringen“, so Wiedner. Das sei gelungen: Man habe jemanden gefunden, der über die erforderlichen Kenntnisse und auch ausreichend Platz verfügt. Die Tiere seien immer noch im Landkreis.

Die Nachricht hat auch bei Facebook schnell die Runde gemacht. Sie wird reichlich geteilt und kommentiert. Vermeintliche Fakten, die dort zu lesen sind, stimmten allerdings nicht, sagt Wiedner. Dabei bezieht er sich vor allem auf die Frage, was mit den Kaninchen passiert. Wiedner: „Wir versuchen jetzt, die Tiere an entsprechende Stellen zu vermitteln.“

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