Landkreis berichtet von erfolgreichen Gesprächen / „Viele Fragen geklärt“

Flüchtlinge im Notaufnahmelager Visselhövede beenden Hungerstreik

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Die Proteste der in der Notunterkunft Kaserne Lehnsheide in Visselhövede untergebrachten Flüchtlinge ist beendet – und damit auch der Hungerstreik.

Visselhövede - Die Flüchtlinge in der Notunterkunft in Visselhövede haben ihren Protest beendet. Das hat die Sprecherin des Landkreises Rotenburg, Christine Huchzermeier, gestern mitgeteilt. Am Donnerstagabend hatten rund 50 Flüchtlinge auf dem Gelände der Notunterkunft demonstriert und ein schnelleres Registrierungsverfahren sowie die Auszahlung von Taschengeld gefordert. Etwa 20 von ihnen traten in den Hungerstreik.

Der Landkreis habe daraufhin am Freitag zusammen mit dem Leiter der Notunterkunft Gespräche mit den Flüchtlingen aufgenommen und sich deren Fragen und Probleme angehört. Huchzermeier: „Viele Fragen konnten geklärt werden, und so beruhigte sich die Situation vor Ort schnell wieder. Es gab keine weiteren Proteste, der Hungerstreik wurde abgebrochen.“ Die Gespräche hätten sich vorrangig um Fragen zum Registrierungsverfahren, um den Status von Flüchtlingen in Erstaufnahmeeinrichtungen und Notunterkünften sowie die Auszahlung von Taschengeld gedreht. Erst wenn das Registrierungsverfahren – Aufnahme der Daten von der Landesaufnahmebehörde sowie eine medizinische Untersuchung – abgeschlossen ist, hätten sie das Anrecht auf Taschengeld und könnten einen Asylantrag stellen.

In den vergangenen Wochen seien auf Betreiben des Landkreises hin alle Flüchtlinge in den Notunterkünften in der Kaserne in Visselhövede und der Jugendherberge in Rotenburg nach Schwanewede in die dortige Außenstelle der Erstaufnahmeeinrichtung Bramsche gebracht und die Daten dort von der Landesaufnahmebehörde in deren Datenbank eingepflegt worden. „Der Landkreis konnte den Flüchtlingen am Freitag mitteilen, dass nach wochenlanger Vorarbeit und Gesprächen der Landkreisverwaltung mit dem Ministerium und anderen Beteiligten die medizinische Untersuchung aller Flüchtlinge ab Mitte Dezember beginnen kann“, so Huchzermeier abschließend.

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