Landesweit beste Auszubildende „grüner Berufe“ messen sich in Theorie und Praxis in Rotenburg

Wettstreit auf sehr hohem Niveau

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Zwei Wettbewerber bei der Begutachtung und Beurteilung einer Kuh.

Rotenburg - „Grüne Berufe sind voller Leben – Nachwuchs bringt frischen Wind“ – das ist das Motto des diesjährigen Berufswettbewerbs der Haus-, Forst- und Landwirtschaft. 89 Auszubildende von ursprünglich 3000 Teilnehmern in Niedersachsen ermittelten am Wochenende an den Berufsbildenden Schulen in Rotenburg die Landessieger in den jeweiligen Sparten. Als „Team Niedersachsen“ vertreten die Gewinner das Land nun beim Bundesentscheid in Schleswig-Holstein.

Der Vorsitzende des Kuratoriums für den Landjugend-Berufswettbewerb, Jürgen Logemann, dankte bei der Begrüßung der Teilnehmer allen Ehrenamtlichen für den Einsatz als Juroren und Helfer. „Ein besonderer Dank gilt an dieser Stelle aber der Familie Heilemann, die uns auf ihrem Betrieb so herzlich aufgenommen hat und uns Teile der praktischen Prüfungen dort hat durchführen lassen“, so Logemann.

Zwei Tage lang haben sich die jungen Menschen in einem praktischen und theoretischen Teil miteinander gemessen. So standen für die Auszubildenden und Fachschüler der Sparte Landwirtschaft im Praxisteil Prüfungen zur Pflanzenbegutachtung, Tier-Beurteilung und Ladungssicherung auf dem Programm. Im Theorieteil mussten eine zuvor vorbereitete Präsentation gehalten und Fragen zum Allgemein- und Fachwissen beantwortet werden. Die Ergebnisse wurden in einer Punktewertung festgehalten. Die Auswertung zeigte, dass das Niveau der Wettstreiter hoch war. Der Landvolkpräsident Werner Hilse stellte fest: „Ihr alle habt heute gewonnen.“ Erfreut über die Leistungen und das Engagement sprach Hilse von einer Saat, die bereits ein schönes Stück gekeimt habe und bald aufgehen möge.

In der Sparte Landwirtschaft traten 48 Teilnehmer an. In der Gruppe der Auszubildenden (L1) belegte Fabian Ebbighausen aus Seesen den ersten Platz. In der Gruppe der Fachschüler, die in je einem Zweierteam angetreten waren, konnten Jonathan Wolfarth (Uelzen) und Leonard Bausch (Winsen/Luhe) den ersten Platz erringen. Sehr erfreut über das Engagement des Nachwuchses in den grünen Berufen zeigte sich auch der Niedersächsische Landwirtschaftsminister Christian Meyer (Grüne), der in seiner Rede die Teilnehmer zum kritischen Hinterfragen und nachhaltigen Denken aufrief. Mit große Freude sei er nach Rotenburg gekommen, um den Wettbewerbsteilnehmern seine Wertschätzung auszudrücken. Er verwies auch auf die Diskussionen um die Zukunft der Land- und Forstwirtschaft, die im vollen Gange seien. Ausdrücklich bedankte sich der Minister bei all denjenigen, die diesen Wettbewerb möglich machen. An erster Stelle nannte er in diesem Zusammenhang das Landvolk. Dass Landwirtschaft im gesellschaftlichen Fokus steht, machte Lothar Cordts als Vertreter des Landkreises in seinem Grußwort deutlich. Das Bild von Landwirtschaft habe sich über die Jahre verändert. Zum einen habe eine weitgehende Spezialisierung stattgefunden und neue Erwerbszweige seien hinzugekommen. Auf der anderen Seite sei Landwirtschaft aber auch verstärkt in den Fokus gesellschaftlicher Fragestellungen gerückt. Dieses entstandene Spannungsverhältnis gelte es in einer sachorientierten Auseinandersetzung zu lösen.

Beim Forstnachwuchs belegte Jan Rache vom Rotenburger Forstamt den zweiten Platz. Er bewies bei den praktischen Sägearbeiten sein Können und überzeugte die Juroren durch Fach- und Allgemeinwissen.

Die landesweit besten Auszubildenden im Bereich Hauswirtschaft mussten „alte Rezepte neu interpretieren“. Hier zeigten Eva-Maria Wulf aus Rodenburg und Christiane Borkowski aus Dehnsen, welche Vielfalt an Möglichkeiten realisierbar sind und belegten in ihren Kategorien jeweils den ersten Platz.

go

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