Landesbischof Ralf Meister gibt Kurzimpuls zu christlichen Krankenhäusern

Zeit für Fragen der Patienten

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Landesbischof Ralf Meister erklärt den Anwesenden seine Vorstellung von einem christlichen Krankenhaus.

Rotenburg - Von Inken Quebe. Was genau macht eigentlich ein christliches Krankenhaus heute aus? Dieser Frage ist der Hannoversche Landesbischof Ralf Meister der evangelischen Kirche nachgegangen. Er war im Agaplesion Diakonieklinikum in Rotenburg zu Gast, um einen Kurzimpuls zu diesem Thema zu geben.

In der Eingangshalle des Haupthauses herrschte dichtes Gedränge – dass der Hannoversche Landesbischof eingeladen hatte, blieb im Diako nicht unbemerkt. Vor allem aber hatten sich viele Schüler der dazugehörigen Pflegeschule dort eingefunden.

Für seine Ausführungen, was denn ein christliches Krankenhaus braucht, nahm er die Geschichte vom barmherzigen Samariter aus dem Neuen Testamente zu Hilfe. Darin geht es um einen schwer verletzten Mann, der von einem vorbeikommenden Samaritaner versorgt und zu einem Wirt in eine Herberge gebracht worden sei. Dieser soll sich gegen Bezahlung um den Verletzten gekümmert haben. „Es geht natürlich auch ums Geld“, machte Meister anhand dessen deutlich. Mit diesem müsse aber auch die Freiheit geschaffen werden, damit sich auch Zeit für die Patienten genommen werden kann.

Es sei nicht nur wichtig, eine Kapelle als physische Räumlichkeit zu bieten, sondern auch „Zeiträume, in denen wir uns der Menschen annehmen“. Wer beispielsweise unheilbar krank ist, müsse seine Fragen stellen können, um aus dem Leben scheiden zu können. Auch wenn es um die Essensaufnahme gehe, sei Zeit ein wichtiger Faktor, um dem Menschen zum Beispiel seine Hilfe dabei anzubieten. Man müsse den Menschen in Ganzheit helfen, gesund zu werden.

Als wichtig in einem christlichen Krankenhaus bezeichnete Meister außerdem die Religion. „Gott kann in einem christlichen Krankenhaus nicht egal sein.“ An die Schüler gerichtet, empfahl er, sich mit Gott auseinander zu setzen, „auch wenn man am Ende sagt, mit dem kann ich nichts anfangen“. Es sei aber wichtig, dass die Mitarbeiter eines christlichen Krankenhauses Mitglied der Kirche sind, um nach Außen zu zeigen, dass es trotz aller Verschiedenheit eine Sache gibt, die sie alle eint: „Das spüren dann auch andere.“

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