Laienspielgruppe des TV Sottrum probt neues Stück „Dumm gelaufen“

Von Gangstern und Geiseln

Die Laienschauspieler des TV Sottrum
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Die Laienschauspieler des TV Sottrum freuen sich schon auf die Premiere von „Dumm gelaufen – Das Oslo-Syndrom“.

Die Laienspielgruppe des TV Sottrum steht wieder auf der Bühne: Mit der Krimi-Komödie „Dumm gelaufen – Das Oslo-Syndrom“ starten die Mitglieder wieder durch.

Sottrum – Immer mehr Banken und Sparkassen ziehen sich aus der Fläche zurück und schließen Filialen. Im Gegensatz dazu eröffnet Ende Oktober in Sottrum eine neue Bank. „Es ist eine Zentralbank, sehr vertrauenswürdig“, verrät Maren Bischoff von der Laienspielgruppe des TV Sottrum. Die Schalterhalle auf der Bühne des Gasthauses Röhrs dient als Kulisse für die Krimi-Komödie „Dumm gelaufen – Das Oslo-Syndrom“ aus der Feder von Markus Völl, für die sich das erste Mal am Samstag, 30. Oktober, der Vorhang hebt.

„Es ist ein sehr sympathisches Stück mit tollen Charakteren und viel, viel Wortwitz“, erzählt Andree Siemund-Scheffelmeier, der nicht nur Regie führt, sondern auch in die Rolle des Rentners Walter Meerbusch schlüpft, der sich zusammen mit Kumpel Hans-Georg Zwitscher (Jens Högermeyer) den tristen Lebensabend etwas versüßen möchte. Das durchaus gut geplante aber gewagte Unterfangen, die Sottrumer Zentralbank auszurauben, scheitert allerdings an der mangelnden Routine des Duos. Im Handumdrehen werden aus den beiden gutmütigen Bankräubern gefährliche Geiselnehmer. Was tatsächlich im Inneren der Bank geschieht, bringt die Beiden zur Verzweiflung, denn da werden die Täter plötzlich zu Opfern. Mit Siemund-Scheffelmeier und Högermeyer stehen dieses Mal auch Heiko Fresen, Maren Bischoff, Bärbel Rosebrock und Klaus Tietjen auf der Bühne. Als Reporter sind in der Story Nadja Scheffelmeier und Harald Entelmann aktiv. „Neben der Hauptstory gibt es immer wieder neue Aspekte“, verrät Högermeyer. „Vieles, womit man nicht rechnet“, ergänzt Bischoff.

Die Auswahl des Stückes erfolgte bereits im Frühjahr, als Deutschland noch im Corona-Lockdown war, überwiegend in Abstimmung über E-Mails. „Wir mussten auch schauen, wie es mit der Rollenverteilung funktioniert“, erinnert sich Högermeyer, Sprecher der Laienspielgruppe, und erklärt: „Anders als sonst, wo wir zusätzliche Rollen geschaffen haben, damit viele mitspielen können, waren dieses Mal viele zurückhaltend.“

Für Gitta Krause ist nach 20 Jahren Schluss.

Die kleine Besetzung erwies sich aber auch als Vorteil. So konnten alle Darsteller an der ersten Leserunde teilnehmen und auch das Einspielen auf der Bühne klappt, nach Aussage von Högermeyer, deutlich schneller. Etwas einfacher hatten es durch die Pandemie ebenfalls die Bühnenbauer Andreas Dörk und Tobias Cordes, die von Thomas Holzkamm und Joachim Streblow unterstützt werden: Die Kulisse vom vergangenen Jahr, als die Laienspielgruppe vier Wochen vor der Premiere schweren Herzens die Entscheidung traf, „Verrückt hoch Zwei“ nicht öffentlich vorzuführen, war durch Corona-Veranstaltungsverbot auf der Bühne im Gasthaus Röhrs stehen geblieben. „Für den Umbau in eine Bank dürfen wir uns bei der alten Filiale der Sparkasse Rotenburg-Osterholz in der Rotenburger Straße bedienen“, freut sich Bischoff und fügt hinzu: „Das macht Laienspiel aus, im Freundes- und Bekanntenkreis zu fragen und so eine schöne Welt auf der Bühne zu schaffen.“ Im Hintergrund wirken wieder Jessica Blaszkiewicz und Monika Strube, die für Frisuren und Make-up der Darsteller sorgen.

Erik Ahlensdorf kümmert sich zusammen mit Bischoff um die Pressearbeit, Werbung und Prospekte. Bei Textaussetzern wird Gitta Krause der rettende Anker sein. „Wir sind sehr dankbar, das ganze Team zu haben“, so Högermeyer. Aber: Nach gut 20 Jahren wird für Krause die 75. Theatersaison der TV-Laienspielgruppe ihre letzte sein. „Es hat mir immer gut gefallen. Wenn es am besten ist, soll man aufhören“, meint die 71-Jährige. Auch Tietjen möchte nach „Dumm gelaufen – Das Oslo-Syndrom“ mit seinem eigenen 50-jährigen Bühnenjubiläum einen Schlussstrich ziehen. „Es gab viele schöne Rollen. Am meisten Spaß hat mir ‚Der Meisterboxer‘ gemacht, bei dem ich auf den Kamin springen und dort im Schneidersitz landen musste“, erinnert sich der 77-Jährige gerne zurück. „Gerne möchten wir noch mehr junge Leute in unseren Reihen haben“, lädt Högermeyer alle Interessierten ein, „einfach mal vorbeizuschauen“. Von diesem Angebot hat Nina Weber Gebrauch gemacht, die sich bei ihren bisherigen Besuchen sehr wohl fühlt. Übrigens: Die neu eröffnete Zentralbank bleibt vom allgemeinen Trend nicht verschont, denn, wenn am 7. November der letzte Vorhang fällt, wird auch sie Geschichte sein.

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