Schüleraustausch mit Mexiko City am Ratsgymnasium Rotenburg

Kunstprojekt verbindet

30 Schüler aus Mexiko lauschen interessiert Landrat Hermann Luttmanns (3.v.r.) Vortrag über den Landkreis Rotenburg im Kreishaus. - Foto: Ginter

Rotenburg - Buenos días, heißt es seit Freitag am Ratsgymnasium in Rotenburg. Dort sind nämlich Mexikaner – besser gesagt eine Schülergruppe aus Mexiko City – zu Gast. In Kooperation mit dem St.-Viti-Gymnasium Zeven findet alle zwei Jahre in den Jahrgängen acht bis zehn ein Austausch mit der mexikanischen Partnerschule „Colegio Alemán Alexander von Humboldt/La Herradura“ statt.

„Die Schüler dort lernen seit dem Kindergarten Deutsch und sind teils bis zu viersprachig aufgewachsen“, erklärt Frauke Brieger. Sie ist Fachobfrau für Spanisch am Ratsgymnasium und organisiert den Austausch zum zweiten Mal. Gemeinsam mit ihrem Kollegen Ignacio Mujica-Alvarado hat die Organisatorin ein abwechslungsreiches Programm für den zwölftägigen Aufenthalt der 30 Austauschschüler vorbereitet. Darunter neben der Fahrt zum Wattenmeer und einem Ausflug in die Bildnerische Werkstatt der Rotenburger Werke, auch der Besuch des Kreishauses.

Dort präsentierte Landrat Hermann Luttmann (CDU) den Interessierten einen Vortrag zum Thema Landkreis Rotenburg. In diesem fasste der Unterstedter die wichtigsten Zahlen und Fakten zum Landkreis im Staatsgefüge, der Wirtschaft sowie Landwirtschaft, der Demografie und den aktuellen Problemen des Landkreises zusammen.

Neben dem Staatsaufbau mit Bund und Bundesländern erfuhren die Mexikaner eine Menge über die einzelnen Einheits- und Samt- sowie Mitgliedsgemeinden. Zudem erläuterte Luttmann die Struktur der niedersächsischen Kommunalverfassung sowie die Aufwendungen des Kreishaushaltes durch Steuern. Hierbei verschwieg der Landrat keine Zahlen.

Voraussetzung für den Austausch mit der deutschen Schule war ein gemeinsames Projekt der Schüler beider Länder. Gleichzeitig arbeiteten die Jugendlichen seit Beginn des Schuljahres in einer Arbeitsgemeinschaft an ihrem künstlerischen Projekt „Gesellschaftliche Realitäten im Spiegel der Kunst“. Dafür haben sie sich unter anderem auch mit der mexikanischen Malerin Frida Kahlo de Rivera auseinandergesetzt.

Ihre Ergebnisse tauschen die Jugendlichen nun während des Aufenthaltes aus und präsentieren sie den Mitschülern. Dies erfolgt am Ratsgymnasium auf Deutsch. Wenn die 24 Rotenburger Schüler jedoch im Januar für zwei Wochen nach Mexiko reisen, erfolgt die Projektvorstellung auf Spanisch, erläutert Brieger. Gemeinsam erlernen die Jungen und Mädchen die Technik der Druckgrafik sowie das Malen mit Öl- und Wachskreide.

Der Aufenthalt in Deutschland scheint den Mexikanern zu gefallen. Für die Meisten ist es der erste Besuch in Europa. „Hier ist alles schön und ruhig. In Mexiko kann man nicht alleine rausgehen. Das geht immer nur mit einem Elternteil“, erzählt eine 15-jährige Schülerin. Am Dienstag geht es für die Mexikaner zurück. Dann heißt es vorerst „hasta la vista!“, Abschied nehmen.

jg

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