Regionales Tourismuskonzept soll im Oktober fertig sein

„Kundensicht ist der Schlüssel für jeden Markterfolg“

Die Nordpfade sind ein Aushängeschild des Tourow, darauf ausruhen will er sich aber nicht. Ein Konzpt soll dabei helfen.

Rotenburg - In zwei Workshops haben Vertreter von Kommunen, Tourismusstellen sowie Übernachtungsbetriebe, Betreiber von Freizeitangeboten, Gästeführer und zahlreiche weitere, dem Tourismus verbundene Akteure aus dem Landkreis Rotenburg die Weichen für eine gemeinsame touristische Zukunft gestellt.

Anlass und Rahmen ist das „Regionale Tourismuskonzept für den Landkreis Rotenburg (Wümme)“, das derzeit ausgearbeitet wird. Auftraggeber ist der Touristikverband Landkreis Rotenburg unter finanzieller Beteiligung der 13 Kommunen und des Landkreises Rotenburg. Geschäftsführer Udo Fischer betont in einer Mitteilung an die Presse: „Wir brauchen ein klares Konzept für die Zukunft, dürfen uns nicht auf Erfolgen wie den Nordpfaden ausruhen.“ Man könne viele neue Themen bearbeiten. Die Frage sei, ob diese auch zum Landkreis Rotenburg passen. Das Thema Landerlebnis gepaart mit regionalen Produkten könnte ein künftiges spannendes Thema für uns sein, so Fischer. Das neue Konzept sei wichtig als Ziel- und Orientierungsrahmen für alle Touristiker im Landkreis. Ferner sei es auch unerlässlich für die Beantragung künftiger Fördermittel für Projekte, die im Landkreis umgesetzt werden sollen.

Entwicklungsziele und Strategien definiert

Im Mittelpunkt des ersten Workshops in Zeven habe eine sogenannte SWOT-Analyse gestanden. Die Experten der mit der Ausarbeitung des Tourismuskonzeptes beauftragten „ift Freizeit- und Tourismusberatung GmbH“ aus Köln stellten dazu ihre fachliche Sicht zur Ist-Situation sowie zu den Stärken und Schwächen der hiesigen Urlaubs- und Freizeitregion dar, so Fischer. Anschließend hätten die Teilnehmer über Ergänzungen diskutiert, gemeinsam die künftigen Entwicklungsziele und Strategien definiert und die wichtigsten Themen und Zielgruppen benannt.

Während der Workshops sei auch die Qualitätsverbesserung im Radtourismus immer wieder angesprochen worden, berichtet Fischer auf Anfrage. Es gebe viele Radtouristen, die die vielen Radrouten nutzten. Fischer: „Aber sind diese auch zufrieden? Ist unser Angebot attraktiv genug, um weitere Gäste für unsere Region zu gewinnen. Und was sagen die Einheimischen zum Radangebot?“ Viele Akteure würden den Radtourismus qualitativ aufwerten. Auch das Thema Unterhaltung und Pflege der radtouristischen Infrastruktur soll dabei optimiert werden. Fischer weiter: „Gerne möchten wir in den nächsten Jahren den Radtourismus auf ähnlich starke Füße stellen, wie es uns bei den Nordpfaden bereits gelungen ist.“ Das Tourismus-Potenzial im Landkreis sei noch lange nicht ausgeschöpft. Es gelte, weitere attraktive Angebote und Produkte zu schaffen, um den Gast für die Region zu gewinnen. Fischers Kollegin Petra Welz ergänzt: „Bisher haben wir unsere Angebote und Dienstleistungen auf den Inlandstouristen ausgerichtet. In den nächsten Jahren werden wir vermehrt auch einzelne ausländische Märkte mit besonderen Themenschwerpunkten ansprechen.“

Vielzahl von Wünschen und Maßnahmen

Beim zweiten Workshop in Rotenburg sei es um konkrete Projekte und Maßnahmen gegangen, mit denen die Ziele erreicht und die Strategien umgesetzt werden sollen. Jan Kobernuß, Geschäftsführer der „ift GmbH“ und Moderator der Workshops: „Wir haben zunächst besprochen, was Gäste und Kunden im Jahr 2020 im Landkreis Rotenburg erwarten, und dann konkret überlegt, wie wir diese Erwartungen erfüllen können – die Kundensicht ist der Schlüssel für jeden Markterfolg!“ Themen seien „Aktiv & Natur“ mit den Aspekten Rad, Wandern und Naturerlebnis, „Aktiv & Natur“, „Landerlebnis, Genuss und Regionalität“ sowie „Information & Service“ gewesen. Herausgekommen sei eine Vielzahl von Wünschen und Maßnahmen, wie Gäste noch mehr erleben und noch besser angesprochen werden können. Auf dieser Basis würden jetzt die Berater der „ift GmbH“ das Konzept fertig ausarbeiten.

„Wir haben uns bewusst für diesen Weg entschieden, um das ganze Wissen und die Erfahrung der Touristiker sowie der mit dem Tourismus verbundenen Akteuren hier im Landkreis zu nutzen und die Bedeutung des Tourismus mit weiteren, überzeugenden Angeboten zu steigern“, erklärt Fischer. Und so seien jetzt die Erwartungen an das neue Tourismuskonzept geweckt, das im Oktober fertig werden soll. 

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