Weißer Ring warnt / Drei neue Infizierte im Landkreis

Kriminelle nutzen Virus als Betrugsmasche

Drei weitere Personen sind im Landkreis positiv auf das Coronavirus gestestet worden. Foto: dpa/Swen Pförtner

Rotenburg – Die Zahl der sich aufgrund des Coronavirus in Quarantäne befindlichen Personen im Landkreis ist gestern zurückgegangen. Wie der Landkreis am Nachmittag mitteilte, sind nun insgesamt 123 Personen isoliert, die Kontakt zu Erkrankten gehabt haben, in Quarantäne. Am Donnerstag lag die Zahl bei 130. Ein Infizierter wird im Rotenburger Diakonieklinikum behandelt, ein weiterer in einem Krankenhaus in Hannover.

Dennoch gibt es drei neue Coronafälle im Landkreis. Damit klettert die Fallzahl auf 25. Das Gesundheitsamt des Landkreises führt zurzeit das Kontaktpersonenmanagement durch. Sie kommen aus den Städten Rotenburg, Bremervörde und Visselhövede, aus der Gemeinde Scheeßel sowie den Samtgemeinden Zeven, Sittensen, Sottrum, Scheeßel, Fintel und Tarmstedt.

Infinziert sind ein 22 Monate altes Kind, fünf Betroffene sind nach Angaben des Landkreises zwischen 20 und 29 Jahre alt, vier zwischen 30 und 39, fünf zwischen 40 und 49, sieben zwischen 50 und 59 und drei zwischen 60 und 69. Es handelt sich um 18 Männer und sieben Frauen.

Derweil warnt der Weiße Ring insbesondere ältere Menschen vor Betrügern, die sich die Pandemie zu Eigen machen. „Dabei nutzen die Trickbetrüger die aktuellen Entwicklungen rund um die Corona-Pandemie geschickt aus, um ihren kriminellen Aktivitäten verstärkt nachzugehen. Es ist wahrscheinlich, dass in naher Zukunft weitere Betrugsmaschen auftauchen“, so Harald Richardt von der Rotenburger Außenstelle der Organisation. Er warnt beispielsweise vor unseriösen Onlineshops. Vertrauenswürdige Shop-Anbieter stellen ihren Kunden eine Anbieterkennzeichnung mit vollständigem Impressum zur Verfügung, erklärt der Weiße Ring einen Anhaltspunkt.

Auch an die Haustür kommen die Betrüger. Sie geben sich zum Beispiel als Handwerker oder Amtspersonen aus, bieten an, Häuser und Wohnungen auf das Virus zu überprüfen und zu desinfizieren. Während die Opfer dann im Haus mit dem vermeintlichen Handwerker sprechen, schleicht sich dann ein Komplize hinein, um Wertsachen zu stehlen. „Kaufen und unterschreiben Sie nichts an der Haustür. Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen oder überreden. Meist sind die Leistungen geringwertig oder gar wertlos. Lassen Sie keine Fremden in Ihre Wohnung. Das gilt auch für Handwerker, die nicht von der Hausverwaltung angekündigt wurden. Fragen Sie im Zweifel telefonisch nach“, so der Rat des Weißen Rings.  mro

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