Kreisseniorenrat kommt in Rotenburg zusammen

Entwicklungen und Erfahrungen

Bilden den Vorstand des Kreisseniorenrates: Helmut Sündermann (v.l.), Heide Cordes, Hans Joachim Dodenhof, Jutta Fettköter und Heike Cordes.
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Bilden den Vorstand des Kreisseniorenrates: Helmut Sündermann (v.l.), Heide Cordes, Hans Joachim Dodenhof, Jutta Fettköter und Heike Cordes.

Rotenburg – Älteren Bürgern des Landkreises bei ihrem oft steinigen Weg durch den Alltag und durch den Ämter-Dschungel zu helfen: Das gehört zu den Aufgaben des Kreisseniorenrates. Zur erweiterten Mitgliederversammlung der Legislaturperiode 2021 bis 2026 trafen sich am Mittwoch rund 30 Delegierte aus allen Teilen des Kreises, um unter Vorsitz von Helmut Sündermann aus Rosebruch im großen Sitzungssaal des Landkreises Rückschau zu halten, Bilanz zu ziehen und Aufgaben der Zukunft zu avisieren.

Wie konnte es anders sein: Das Thema Corona und die in die Höhe schießenden Zahlen der Pandemie gehörten zu den zentralen Problemen.

Marco Prietz, seit wenigen Tagen als neuer Landrat im Amt, besuchte mit Antje Brünjes, Leiterin des Sozialamtes, und Sozialdezernentin Imke Colshorn die Versammlung. Er appellierte in seinem Grußwort eindringlich, die Gefahr eines Infektionsrisikos angesichts des vor der Tür stehenden Winters ernst zu nehmen.

Der Landkreis, so Prietz, habe seinen Krisenstab reaktiviert und bemühe sich um wirksame Maßnahmen, um so weit wie möglich gegen Corona gewappnet zu sein. Beabsichtigt sei, dass die Impfung und damit auch die Auffrischungsimpfung ab Anfang Dezember im Kreis Rotenburg dezentral erfolge. Einbezogen seien dabei auch die Arztpraxen. Impftermine seien für die Bewohner von Alten- und Pflegeheimen inzwischen angelaufen.

Prietz sicherte dem Kreisseniorenrat auch für die Zukunft die Unterstützung des Landkreises zu. Geplant ist die beratende Mitgliedschaft von Vertretern des Kreisseniorenrates im Kreistagsausschuss „Unser Dorf hat Zukunft“ sowie in weiteren Ausschüssen. Bisher beschränkte sich ein entsprechendes Mitwirken auf den Kreissozialausschuss. Helmut Sündermann (72), der vor fünf Jahren den Vorsitz von Peter Bitomsky, Scheeßel, übernommen hatte, wies in seinem Tätigkeitsbericht darauf hin, dass die Arbeit des Kreisseniorenrates auf Grund von Corona erheblich behindert worden sei.

Zu den Aktivitäten in den vergangenen fünf Jahren gehörten nach Informationen des Vorsitzenden die Umsetzung der Aktion „Notfallschilder”, Hinweise mit Telefonnummern an markanten Punkten in der Landschaft, von denen relativ häufig Gebrauch gemacht wird. Weiter wurden bislang etwa 12 000 Notfalldosen ausgegeben – kleine grüne Plastikbehälter mit wichtigen gesundheitlichen Daten, die für eventuelle Helfer zu Hause aufbewahrt werden.

Außerdem wurde in Zusammenarbeit mit der Kreisverkehrswacht die Aktion „Fit im Auto” fortgesetzt, eine wichtige Hilfe für ältere Verkehrsteilnehmer, die vom Straßenverkehr häufig besonders gefordert und immer wieder überfordert sind.

Seit Mitte der 80er-Jahre verstehen sich der Kreisseniorenrat und die örtlichen Seniorenbeiräte „als Organ der Meinungsbildung und des Erfahrungsaustausches auf sozialem, kulturellem, wirtschaftlichem und politischem Gebiet” für Senioren – immer unter dem Gebot der Neutralität.

In der Praxis nehmen wir den Verwaltungen der Kommunen vieles ab, was eigentlich ihre ursprüngliche eigene Aufgabe ist.

Vorsitzender Helmut Sündermann

Es sind anspruchsvolle Ziele, die sich der Kreisseniorenrat gestellt hat: „Angesichts des demografischen Wandels und der Globalisierung wollen wir eine Gesellschaft mitgestalten, in der alle Generationen ein selbstbestimmtes Leben führen, am gesellschaftlichen Leben teilnehmen und einen angemessenen Platz finden können”, machte das Gremium deutlich.

Zur praktischen Arbeit gehört, dass der Kreisseniorenrat die Seniorenbeiräte in den Städten, Samt- und Einheitsgemeinden bei ihren Aufgaben berät und unterstützt. Dabei werden Hinweise auf Missstände und Anregungen für Verbesserungen angenommen und an die zuständigen Stellen weitergeleitet. Dabei kann es sich beispielsweise um die wichtige Barrierefreiheit oder um generationenfreundliches Einkaufen handeln.

Helmut Sündermann, der auch Mitglied des Landesvorstandes ist: „In der Praxis nehmen wir den Verwaltungen der Kommunen vieles ab, was eigentlich ihre ursprüngliche eigene Aufgabe ist. Darüber hinaus geben wir den Verwaltungen immer wieder Anregungen und Anstöße zu Verbesserungen. Eine Zusammenarbeit, die im Kreis Rotenburg sehr gut funktioniert.” Die Vorstandswahlen erfolgten einstimmig: Vorsitzender bleibt Helmut Sündermann aus Visselhövede, seine Stellvertreter sind Heide Cordes aus Gnarrenburg und Hans-Joachim Dodenhof aus Sottrum. Schriftführerin ist Jutta Fettköter aus Sittensen und die Kasse übernimmt Heike Cordes aus Bötersen.

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