Kreispolitik stimmt Zuschuss von 16750 Euro für Anlage „Am Forst Ahlsdorf“ zu

Jägerschaft saniert Schießstand

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Der Schießstand am Rande Rotenburgs ist sichtlich in die Jahre gekommen und muss saniert werden.

Rotenburg - Von Michael Krüger. Die Jägerschaft Rotenburg muss den Schießstand „Am Forst Ahlsdorf“ sanieren. Das hat der Vorsitzende Ulrich Voß dem Landkreis als zuständiger Jagdbehörde Anfang November mitgeteilt. Im Ausschuss für Umwelt, Naturschutz und Planung diskutierte die Kreispolitik nun, ob sich der Landkreis an den Kosten finanziell beteiligen soll. Einstimmiges Votum: Ja. Ein Viertel der Gesamtkosten sollen aus dem Kreishaushalt kommen, 16750 Euro – so die Empfehlung des Ausschusses. Zustimmen muss in der kommenden Woche noch der Kreisausschuss.

Der Schießstand am Rande Rotenburgs dient nach Angaben der Jägerschaft der Förderung des jagdlichen Schießwesens und der Jungjägerausbildung. Alle drei Jägerschaften des Landkreises und auch örtliche Vereine wie der Schießsportverein Rotenburg und der Jagd- und Wurftaubenclub nutzen demnach die Anlage. Falle diese aus, müssten die Jägerschaften in den Heidekreis, nach Osterholz oder Stade ausweichen. „Das ist nicht zumutbar“, betonte CDU-Umweltpolitiker Heinz-Hermann Holsten während der Ausschusssitzung. Ein Gutachter habe festgestellt, dass die Anlage veraltet sei. Die Schießscheiben müssen erneuert und Seilzuganlagen sowie Kugelfänge ersetzt werden. Die Jägerschaft beziffert die Gesamtkosten des Umbaus auf rund 67000 Euro. Die Hälfte davon trage die Landesjägerschaft. Da die Jägerschaft Rotenburg den Rest nicht alleine stemmen könne, wurde der Landkreis-Zuschuss in Höhe von 50 Prozent des Eigenanteils beantragt.

Dass dieser entgegen der üblichen Förderpraxis in maximaler Höhe von 20 Prozent für Vereine gewährt wird, hängt laut Erstem Kreisrat Torsten Lühring damit zusammen, dass die Jägerschaft mit ihren Aufgaben im Sinne des Landkreis-Naturschutzes nicht mit anderen Sportvereinen vergleichbar sei. Auch deshalb habe sich der Umweltausschuss mit dem Förderantrag beschäftigt. „Es gibt keine klaren Förderrichtlinien. Sie sind frei, zu geben, was sie wollen“, so Lühring in Richtung der Kreistagspolitiker. Die zeigten sich schließlich einig – bis auf Manfred Damberg. Der als Mitglied mit beratender Stimme im Ausschuss sitzende Politiker der Linken plädierte gegen den Zuschuss: „Wir haben wirklich andere Sorgen, als Geld fürs Schießen auszugeben. Wir könnten es zum Beispiel in Integrationsmaßnahmen stecken.“

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