Anpassungen sollen Nebenbäche und Oberläufe schützen

Kreis überarbeitet Kanuverordnung

Kanuten auf der Wümme
+
Für die Sportkanuten auf der Wümme hat die neue Verordnung keine Auswirkung – sie dürfen genauso wie die Freizeitpaddler weiter auf dem Hauptlauf des Flusses ihrem Hobby nachgehen.

Einfacher und mehr Schutz für die Natur: Landkreis regelt das Kanufahren auf Wümme und Oste neu.

Rotenburg – Der Landkreis will die Oberläufe und Nebenbäche von Oste und Wümme besser schützen und gleichzeitig die Regeln für das Kanufahren auf beiden großen Flüssen im Kreisgebiet erleichtern. Dazu wird die „Verordnung des Landkreises Rotenburg (Wümme) zur Einschränkung des Gemeingebrauchs an Fließgewässern“ – kurz: Kanuverordnung – überarbeitet. Der Umweltausschuss des Kreistags hat dafür bereits grünes Licht gegeben.

2012 war diese Verordnung nach intensivem Austausch mit Kanuverbänden, Verleihern und weiteren Institutionen erstellt worden. Der Hintergrund: „In den 2000er-Jahren liefen vermehrt Beobachtungen und Meldungen auf, wonach insbesondere auf Oste und Wümme größere Reisegruppen stark alkoholisiert und teilweise mit provisorischen Fahrzeugen zu erheblichen Beeinträchtigungen für Natur und Landschaft sorgten“, so Erster Kreisrat Torsten Lühring. Diese Probleme gebe es heute weitgehend nicht mehr. Die Situation habe sich beruhigt, und so wolle man auch mit gewissen Vereinfachungen die Regelungen anpassen. Bislang waren manche Paragrafen „etwas kompliziert“, so Lühring vorsichtig, der Verwaltungsaufwand soll für die Kanufahrer und den Landkreis vereinfacht werden.

Erlaubnis für Nebenflüsse über Vereine

Künftig entfällt an den Hauptläufen von Oste, Wümme und Oste-Hamme-Kanal die bisher notwendige Kennzeichnung privater Boote sowie die Registratur beim Landkreis. Wer als geübter und umsichtiger Kanufahrer die Oberläufe und Nebengewässer befahren will, kann dafür über Verbände und Vereine eine dauerhafte Ausnahmegenehmigung erhalten und muss nicht für jede Fahrt eine beantragen. Zudem wurden die für Einstiege notwendigen Wasserstandsangaben überarbeitet.

„Wir wollen das richtige Maß finden, damit man auch etwas länger fahren kann“, betonte Lühring. Kanufahren sei gerne erwünscht aus Sicht der Kreisverwaltung, aber nach gewissen Regeln und möglichst nur auf den drei Hauptströmen im Landkreis. Diskussionen gab es im Ausschuss noch darüber, ob dauerhafte Ausnahmegenehmigungen für die Nebenbäche über die Vereine zu mehr oder weniger Belastung dort führen. Grundsätzlich gilt laut Lühring: „Eigentlich soll dort niemand fahren.“

Das könnte Sie auch interessieren

elona ist da. Ihre lokalen Nachrichten.

Mehr zum Thema:

Brandschutzprüfung: Polizei bricht in „Rigaer 94“ Türen auf

Brandschutzprüfung: Polizei bricht in „Rigaer 94“ Türen auf

Italien nach Sieg gegen die Schweiz im EM-Achtelfinale

Italien nach Sieg gegen die Schweiz im EM-Achtelfinale

Wales siegt dank Bale und Ramsey - Türkei vor Turnier-Aus

Wales siegt dank Bale und Ramsey - Türkei vor Turnier-Aus

Biden und Putin gehen beim Gipfel in Genf aufeinander zu

Biden und Putin gehen beim Gipfel in Genf aufeinander zu

Meistgelesene Artikel

Hurricane-Jubiläum abgesagt: „Es gibt keine Gewinner“

Hurricane-Jubiläum abgesagt: „Es gibt keine Gewinner“

Hurricane-Jubiläum abgesagt: „Es gibt keine Gewinner“
Rotenburger Wasserversorger mahnen: Kein Trinkwasser verschwenden

Rotenburger Wasserversorger mahnen: Kein Trinkwasser verschwenden

Rotenburger Wasserversorger mahnen: Kein Trinkwasser verschwenden
Der Kuhflüsterer - Landwirt Heiner Junck unterhält Facebook-Fans mit Videos

Der Kuhflüsterer - Landwirt Heiner Junck unterhält Facebook-Fans mit Videos

Der Kuhflüsterer - Landwirt Heiner Junck unterhält Facebook-Fans mit Videos

Kommentare