Kreis erwartet am Dienstag 100 weitere Flüchtlinge / Stadt Rotenburg informiert über Pläne

Platz in der Kaserne reicht vorerst aus

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Die Kapazitäten in der Visselhöveder Kaserne sind wohl noch nicht erschöpft.

Rotenburg - Nur 48 statt der erwarteten 100 Flüchtlinge sind am Sonnabend in der derzeit als Notunterkunft genutzten Kaserne Lehnsheide in Visselhövede eingetroffen. Das berichtet Landkreis-Sprecherin Christine Huchzermeier. Insgesamt sind damit nach den ersten beiden Amtshilfeersuchen des Landes 358 Personen in der Kaserne angekommen.

Zwischenzeitlich seien aber auch Flüchtlinge in andere Länder und Städte weitergereist, sodass die für morgen angekündigten weiteren 100 Flüchtlinge voraussichtlich ebenfalls in der Kaserne aufgenommen werden können, ohne die Kapazität zu überschreiten. Bislang war als Obergrenze in der Kaserne eine Zahl von 400 Menschen im Gespräch. Am Freitagmittag hatte ein drittes Amtshilfeersuchen der Landesregierung zur Flüchtlingshilfe die Landkreisverwaltung erreicht.

Unabhängig vom Notfallplan, den der Landkreis für das Land umsetzen muss, wird in der Stadt Rotenburg fieberhaft daran gearbeitet, Platz für die über die reguläre Quote unterzubringenden Flüchtlinge zu schaffen. Am Donnerstag hatte Bürgermeister Andreas Weber (SPD) verkündet, die ehemalige Lungenklinik in Unterstedt zur Unterkunft umzurüsten. Dort sollen 150 Schlafplätze entstehen. Weber schätzt, dass die Gesamtzahl aller Flüchtlinge in der Wümmestadt Ende Mai 2016 zwischen 600 und 650 liegen wird, inklusive derer, die bereits seit längerer Zeit hier wohnen.

Um die Öffentlichkeit über die aktuelle Situation zu informieren, ist für Mittwoch ab 19 Uhr ein Bürgerinformationsabend im Buhrfeindsaal des Diakonieklinikums geplant. Die ehemalige Lungenklinik in Unterstedt befindet sich noch im Diako-Besitz. Bürgermeister Weber will über die aktuelle Lage der Flüchtlingszuwanderung und -unterbringung in Rotenburg informieren und zusammen mit dem theologischen Direktor der Klinik, Matthias Richter, über das gemeinsame Projekt der Unterbringung der Flüchtlinge in der ehemaligen Unterstedter Lungenklinik berichten, bei dem sich auch die Diakonie/Niedersachsen intensiv beteiligen möchte, heißt es in einer Mitteilung. „Frühzeitige direkte Informationen über die aktuelle Lage sind besonders wichtig, damit alle in Rotenburg und unseren Ortschaften die Entwicklung positiv mit begleiten können. Bringen Sie Ihre Fragen gerne alle mit!“, fordert der Bürgermeister zur Beteiligung auf.

mk

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