Peter Skopnick stellt Miniaturwelten im Rotenburger Rathaus aus

Kreatives Recycling

Peter Skopnik mit seinem Werk „Die Finka“. - Foto: Krüger

Rotenburg - Achtlos Weggeworfenes hat es Peter Skopnick angetan. Der 48-Jährige sammelt seit fünf Jahren das, was andere nicht mehr haben wollen – und baut daraus kleine Miniaturwelten. Der Bewohner einer Wohngruppe der Lebenshilfe Rotenburg-Verden stellt zehn seiner Exponate bis Ende Juli im Foyer des Rotenburger Rathauses aus.

„Es sind kleine Lebensräume aus Dingen, die andere als Abfall bezeichnen“, sagte Bürgermeister Andreas Weber zur Eröffnung der Ausstellung. Die „kreative Weiterverwertung“ sei für Skopnick eine „Bestätigung“ und fördere das „Selbstwertgefühl“.

Tatsächlich geht es dem Hobbykünstler aber um mehr als sich selbst: „Wir trennen uns viel zu schnell von Schätzen, die andere begeistern würden“, sagt er. Er wirbt für einen bewussteren Lebensstil, auch wenn es leicht resigniert klingt, als er zur Eröffnung sagt: „Das Verhalten wird sich nie ändern.“

Genau das ist aber vielleicht das Glück Skopnicks: Denn so kann er weiter Figuren aus Überraschungseiern, Holz- und Aluminiumreste, Kabel, Lichterketten, Mosaikfliesen, Teppichresten und andere Materialien bei Fahrrad-Streifzügen durch Rotenburg sammeln, um damit die Miniturwelten entstehen zu lassen.

Diese kunterbunte Reise vom „Rotenburger Bahnhof“ über den „Visseler Markt“ bis nach „Schlumpfhausen“ dürfen Besucher nun zu den Öffnungszeiten des Rathauses mit antreten.

mk

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