Konzept statt Gießkanne

Gesundheitssportoffensive: Der Stadt liegen erst fünf Anträge vor

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Sport ist gesund. Das zu vermitteln, ist Sinn und Zweck der Gesundheitssportoffensive, die es seit 2013 in Rotenburg gibt. 

Rotenburg - Von Guido Menker. Im Topf liegen 10 000 Euro. Geld, das die Stadt Rotenburg seit 2013 in jedem Jahr unter der Überschrift „Gesundheitssportoffensive“ Vereinen, Schulen, Kindertagesstätten und anderen Organisationen aus Rotenburg einschließlich der Ortschaften zur Verfügung stellt, die sich mit gezielten Projekten einem Trend entgegenstellen wollen, der von mangelnder Bewegung und ungesunder Ernährung geprägt ist. Bürgermeister Andreas Weber (SPD) erinnert daran, weil in diesem Jahr erst fünf Förderantrage im Rathaus eingegangen sind.

„Mit dem Projekt Gesundheitssportoffensive soll versucht werden, in Rotenburg ein Zeichen zu setzen, sich nicht mit diesem allgemeinen Trend abzufinden, sondern mit Aktivitäten dagegen etwas zu tun“, heißt es in der Projektbeschreibung. Ziel sei es, so Reinhard Lüdemann vom Hauptamt der Stadt, Menschen für sportliche Aktivitäten und gesunde Ernährung zu begeistern. „Besonders förderwürdig sind Veranstaltungen, die integrativ und / oder inklusiv sind“, fügt Lüdemann hinzu. Gesucht würden daher vor allem neue und kreative Ideen sowie Projekte. Andreas Weber fällt dabei vor allem eines auf: „Die meisten Anträge kommen aus Schulen und Kindertagesstätten, weniger aus den Sportvereinen.“

Im Jahr der Einführung dieses Programmes waren 14 Anträge bei der Stadt eingegangen, 2014 folgten acht, 2015 sogar 15 Anträge. In den beiden vergangenen Jahren waren für jeweils zehn Ideen und Vorhaben Förderanträge eingereicht worden. „Am Geld sind die Projekte noch nie gescheitert, und meistens geht es dabei auch nicht um immens große Summen“, sagt Weber. Wenn also die vorgebrachten Ideen den Richtlinien entsprachen, ist auch das gewünschte Geld geflossen. Allgemeine Vereinsarbeit, der normale Trainings- und Spielbetrieb, bisher schon durchgeführte oder kommerzielle Veranstaltungen sind nicht förderfähig, betont Lüdemann.

Vor der Einführung der Gesundheitssportoffensive hatte es in der Rotenburger Politik lange Debatten gegeben. Ein Vorschlag damals: Die 10 000 Euro sollten doch einfach über die Arbeitsgemeinschaft Rotenburger Sportvereine (ARS) verteilt werden – ganz so, wie auch die ohnehin für die Vereine vorgesehenen Haushaltsmittel. Doch genau das war eben nicht die Absicht. Andreas Weber: „Wir wollen das Geld nicht nach dem Gießkannenprinzip, sondern ganz gezielt für gute Konzepte bereitstellen.“ Mit eben dieser Offensive hatte die Stadt seinerzeit Neuland betreten. Inzwischen ist sie in vielen Bereichen angekommen. Nur in diesem Jahr ist die Nachfrage noch eher verhalten.

Deshalb rufen Weber und Lüdemann ganz gezielt dazu auf, sich mit infrage kommenden Ideen auseinander- und diese schließlich auch im Sinne des Programms in die Tat umzusetzen. Anträge für dieses Jahr können noch eingereicht werden. Im Bereich „Sport“ fördert die Stadt Veranstaltungen, die insbesondere Kinder und Jugendliche, die nicht in einem Verein sind, mit Sport in Kontakt bringen, ihnen die Möglichkeit eröffnen, verschiedene Sportarten kennenzulernen und auszuprobieren.

Im Bereich „Gesundheit“ geht es um Aktionen, die nachhaltig darauf ausgelegt sind, insbesondere bei Kindern und Jugendlichen das Bewusstsein für eine gesunde Ernährung zu fördern und sie im wahrsten Sinne des Wortes „schmackhaft“ zu machen.

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