Juwel Aquarium hat sich für eine Entwicklung Rat bei Experten geholt

Kontakt besteht bis heute

Ulrich Weber zeigt die Produktionshalle, in der die Aquarien entstehen. - Foto: Quebe

Rotenburg - Von Inken Quebe. In sanftem Licht ziehen die kleinen Tierchen zwischen den Pflanzen im satten Grün ihre Kreise – gestreift, gepunktet oder bunt schillernd. Die Aquaristik ist ein beliebtes Hobby mit noch immer vielen Anhängern. Sie genießen die Ruhe, Entspannung und das Naturerlebnis in den eigenen vier Wänden. Und bei vielen Anhängern steht sogar ein lokales Produkt aus dem Landkreis Rotenburg im Wohnzimmer: Die Juwel Aquarium AG & Co KG hat ihren Sitz in der Wümme-Stadt.

Trotz der 50 Jahre, die das Unternehmen gerade alt geworden ist, will Juwel am Puls der Zeit bleiben, denn die technischen Anforderungen moderner Aquarien nebst Zubehör steigen ständig. „Eine laufende Herausforderung, zumal auch wir Profis zuweilen vor einer Aufgabe stehen, für die wir ad hoc im und neben dem Tagesgeschäft keine Lösung finden“, sagt Produktionsleiter Ulrich Weber.

Schon von Beginn an habe der Systemgedanke im Vordergrund gestanden: Sowohl Technik als auch Zubehör gibt es neben den Aquarien im Sortiment. „Als erste Marke konnten wir ein Aquariensortiment anbieten, bei dem alle Komponenten wie Heizer, Beleuchtung und ein patentiertes Filtersystem perfekt aufeinander abgestimmt wurden“, so Weber. Pro Jahr stellt die Firma so etwa 150.000 bis 200.000 Komplettaquarien in unterschiedlichen Größen her, die über den Großhandel vertrieben werden. 

Um sich stetig weiterzuentwickeln, nutzt Juwel den bereits seit 2012 bestehenden Kontakt zum Transferzentrum Elbe-Weser (TZEW), der damals über die Wirtschaftsförderung des Landkreises und der Stadt Rotenburg entstanden sei. „Es ist auch für findige Unternehmen nicht einfach, im Alltagsgeschehen und neben dem Tagesgeschäft ständig neue Entwicklungen voranzutreiben oder bestehende Prozesse zu optimieren“, sagt Bernadette Nadermann, Rotenburgs Erste Stadträtin. Besonders bei technologischen Fragestellungen empfehle die Stadt daher die Kontaktaufnahme zum TZEW in Stade.

Auch Juwel nutzte das Angebot und holte sich auf diese Weise einen fachlichen Rat ein. „Wir benötigten im Rahmen einer anstehenden Produktentwicklung, aber auch zur Optimierung von innerbetrieblichen Abläufen eine neutrale Expertise“, so Weber. Kurzfristig sei es zu einem ersten Aufschlussgespräch bei Juwel vor Ort gekommen, bei dem beide Themen erörtert und konkretisiert worden seien. Das TZEW habe daraufhin den Kontakt zu entsprechend qualifizierten Technologie- und Managementexperten aus dem universitären Bereich vermittelt. In weiteren Beratungsgesprächen ging es dann auch um mögliche Lösungswege und die Realisierung.

Über die Zusammenarbeit mit dem TZEW äußert sich Ulrich Weber positiv: „Bereits im ersten Gespräch habe ich den Eindruck gewonnen, dass gleich verstanden worden ist, worum es uns geht. Diese gute Erfahrung spiegelte sich auch in der Vermittlung der wirklich kompetenten Experten wider, dich sich unserer Themen annahmen.“ Die Ergebnisse aus den Gesprächen hätten dem Team eine gute Entscheidungsgrundlage für die nächsten Schritte geliefert. Mit dem vermittelten Experten arbeite man sogar heute noch zum Teil zusammen. Über diese Entwicklung freut sich auch Arne Engelke-Denker vom TZEW: „Es ist auch ein Ziel, dass Kontakte bestehen bleiben. Es ist schön, wenn sich etwas verstetigt, sodass Folgeprojekte leichter entstehen.“

Weber lobt besonders, dass die Beratung unabhängig war: „Es ist gut, dass uns die Bewertung überlassen bleibt. Es ist eine neutrale Einschätzung, mit der kein wirtschaftliches Interesse verknüpft ist.“

Hintergrund

Seit 1999 gehört der Landkreis Rotenburg als Gründungsmitglied zu den Kooperationspartnern der „ARTIE“, dem Regionalen Netzwerk für Technologie, Innovation und Entwicklung – ebenso die Stadt Rotenburg und die Samtgemeinde Zeven. Die Arbeitsgemeinschaft, die inzwischen in zehn Landkreisen des ehemaligen Regierungsbezirks Lüneburg tätig ist, will die Wettbewerbsfähigkeit kleiner und mittlerer Unternehmen in der Region stärken. Der Wissenstransfer, also die Verzahnung zwischen den Unternehmen sowie geeigneten Hochschulen und Forschungseinrichtungen, übernimmt das TZEW in enger Kooperation mit den Einrichtungen der kommunalen Wirtschaftsförderung. Das Angebot des TZEW wird im hiesigen Landkreis aus Mitteln der Kooperationspartner sowie EU-Mitteln finanziert und ist als Serviceleistung der Wirtschaftsförderung vor Ort für die Unternehmen kostenfrei.

Kontakt

Firmen können sich an die jeweilige Wirtschaftsförderung der Kommunen wenden oder direkt einen Termin mit dem TZEW unter der Telefonnummer 04141 / 787080 oder per E-Mail an info@tzew.de vereinbaren.

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