Komplimente für Übungsleiterin Elfriede Jünnemann beim TSV Stuckenborstel

„Eine echte Herzensangelegenheit“

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Für die Leitung ihrer Fitnessgruppe “50+” bekommt Elfriede Jünnemann (hintere Reihe, Dritte v.l.) sehr viel Lob.

Stuckenborstel - Von Antje Holsten-Körner. Wer rastet, der rostet. Da die meisten der heutigen Rentner viel agiler als noch ihre eigenen Eltern sind, erfreuen sich Kurse für die Generation „50 Plus“ steigender Beliebtheit. Dazu gehört die Fitnessgruppe für Frauen und Männer des TSV Stuckenborstel, die von Elfriede Jünnemann geleitet wird.

Schon seit Jahren wird das Training, das über ein Kurssystem angeboten wird, so gut angenommen, dass nur über eine Warteliste Chancen auf eine Teilnahme bestehen. Die hohe Nachfrage ist verständlich, denn seit 2008 bietet die lizenzierte Übungsleiterin ein vielseitiges Trainingsprogramm an.

„Die Mischung beinhaltet mehrere Ziele, weil Spezialisierungen zu Bewegungsdefiziten führen“, erklärt die 66-Jährige. Und weiter: „Dabei werden Sturzprävention, Pilates-, Yoga- und Qigongübungen eingefügt.“ Trainiert werden Ausdauer, Koordination, Kraft, Beweglichkeit – alles wohldosiert, aber trotzdem effektiv und ohne Stress. „Die Teilnehmer sollen bis an ihre persönliche Leistungsgrenze gehen. Sie können sich beim Training in unserer kleinen Halle in einem großen Spiegel selber beobachten und korrigieren“, so Jünnemann. Hanteln, Therabänder, Flexi Bar und Pezzibälle unterstützen das Programm, beim Zirkeltraining werden Ergometer und Fitness-Stationen eingesetzt. Die Entspannung erfolgt durch autogenes Training, progressive Muskelentspannung, Massage mit dem Igelball und Tiefenatmung.

Ursprünglich als Pilotprojekt gestartet, sollte es nur ein oder zwei Kurswiederholungen geben, doch Elfriede Jünnemann ließ sich von den Sportlern überzeugen, weiterhin jedes Jahr zwei Kurse anzubieten. Zur derzeitigen Gruppe gehören 17 Damen und 14 Herren, davon elf Ehepaare. Damit ist es die aktivste Abteilung im TSV Stuckenborstel. Die jüngste Teilnehmerin ist 59, der älteste 78 Jahre alt.

Besonders freut sich Elfriede Jünnemann über die Harmonie und den Spaß in der Gruppe. „Alle Teilnehmer sind nicht mehr berufstätig. Daher hat der Kurs auch eine gesellschaftliche Bedeutung, denn zwischenmenschliche Beziehungen entstehen. Eine gemeinschaftliche Basis des Miteinanders sind das Fundament einer jeden Gruppe“, hebt sie hervor. Trainieren im Team motiviere und mache Spaß, ergänzt Jünnemann.

Die Kurse beim TSV Stuckenborstel finden jeweils in zwölf Übungseinheiten dienstags zwischen zehn und elf Uhr von September bis Dezember und Januar bis März statt. „Wir sind sehr froh, dass wir Elfriede Jünnemann haben“, freut sich Hans-Jürgen Brandt, Vorsitzender des TSV. Schon seit fast 35 Jahren bringt sich die Stuckenborstelerin mit ihrer Arbeit und guten Ideen ein. Dazu gehört auch der Defibrillator, der seit jüngstem in der Sporthalle angebracht ist. Für sie ist das Engagement selbstverständlich. „Dies liegt mir am Herzen“, betont die 66-Jährige.

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