Zwei Tage, schneller Erfolg

Ferienprogramm: Kinder lernen Gebärdensprache bei den Rotenburger Werken

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Doris Fricke-Pfingst und die Kinder, wie sie die Gebärde für das Wort „Applaus“ zeigen. Die jungen Teilnehmer zeigten großes Interesse an dem Kurs.

Rotenburg - Von Janina Steffens. Aller Anfang ist schwer. Vor allem, wenn es darum geht, die Gebärdensprache zu erlernen. Doch im Kinderferienprogramm der Rotenburger Werke scheint es ganz leicht zu sein. An zwei Tagen fand der Programmpunkt für interessierte Kinder im Garten der Villa Linda bei den Rotenburger Werken statt und wurde mit Begeisterung aufgenommen.

Erzieherin Doris Fricke-Pfingst hat die beiden Veranstaltungen geleitet. Spielerisch bringt sie den Kindern das begleitende Gebärden bei, indem sie deutsche Lieder abspielt und die Texte mit den Kindern in „Zeichen“ durchgeht. Wie sie darauf kam? Fricke-Pfingst hat sich von einer Weiterbildung für Fachberater für unterstützende Kommunikation inspirieren lassen. 

Die Gebärdensprache bringt sie sich selbst bei, um den Kindern die grundlegenden Kenntnisse davon vermitteln zu können. Dies ist auch für die Kommunikation untereinander wichtig, damit die Mädchen und Jungen etwas miteinander machen können, selbst wenn sie nicht die gleiche Sprache sprechen.

Was die Kinder dabei schon gelernt haben, ist beeindruckend. „Ich habe echt das Gefühl, die haben geübt“, gibt Doris Fricke-Pfingst stolz mit Blick auf die jungen Teilnehmer zu, die schon beim ersten Treffen dabei waren. Daran merkt sie, dass die Kinder wirklich Spaß am Gebärden haben und dies auch weiterhin tun würden.

Die Treffen des Gebärdenclubs sollten zugänglicher werden

Um dies zu ermöglichen, wollen Angela Zerbe, eine der Betreuerinnen, und Fricke-Pfingst nach einer Möglichkeit suchen, die Treffen des Gebärdenclubs der Villa Linda für die Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Auch einigen Kindern sagte sie, dass sie vorbei kommen sollten, wenn sie daran Interesse hätten und nach ihr fragen können.

Sie sollen dabei aber nicht nur das Gebärden lernen, sondern auch, dass sie aufmerksam auf andere Menschen achten müssen und sie voneinander lernen können. „Was würdest du mir sagen wollen, wenn du sprechen könntest?“, hieß eine der Fragestellungen, die die Kinder im Hinterkopf behalten sollten. Das letzte Lied, das sie noch einmal gebärdeten, war „Wie schön du bist“ von Sarah Connor, das sich einer der Jungen wünschte. Fast alle konnten den Text komplett gebärden.

Aufgrund solcher Ereignisse hätte die Leiterin auf jeden Fall Lust, etwas daraus zu machen, wie sie sagte. Allerdings müsse diese Idee erst noch ausreifen.

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