Aktionswoche in Müllers Buchhandlung schließt am Samstag

Cornelia Mansfeld spricht über die Herausforderungen im Buchhandel

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C. J. Müllers Buchhandlung macht bei der Aktionswoche für Buchhandlungen mit. Inhaberin Cornelia Mansfeld bietet dazu morgen noch eine Veranstaltung.

Rotenburg - Von Farina Witte. In Zeiten von Internethandel und Ebooks steht der Buchhandel vor besonderen Herausforderungen. C. J. Müllers Buchhandlung in Rotenburg macht bei der Woche des inhabergeführten Buchhandels mit. Zum Abschluss der Aktion am Samstag bieten Mitarbeiter und Inhaberin Cornelia Mansfeld ab 11 Uhr eine Buchvorstellung zum Thema „Bienen“. Vorab hat sie über die Herausforderungen und auch über die Besonderheiten des inhabergeführten Buchhandels gesprochen.

Frau Mansfeld, was genau verbirgt sich hinter der Aktion „Woche der inhabergeführten Buchhandlungen“?

Mansfeld: Das ist eine Initiative aus dem Buchhandel und inspiriert von einer Woche, die es in England schon länger gibt. Es ist eine Aktion in der viele inhabergeführte Buchhandlungen – in diesem Jahr 627 – teilnehmen. Wir bieten Aktivitäten an, die zeigen, wie viel Kreativität im inhabergeführten Buchhandel steckt und dass das auch ein kultureller Schatz ist, den wir hier in Deutschland haben. In anderen Ländern gibt es das nämlich nicht so ausgeprägt. Das sieht man auch daran, dass zum Beispiel amerikanische und englische Verlage versuchen, auf den deutschen Markt zu kommen, denn hier kann man noch Bücher verkaufen. Monika Grütters, Staatsministerin für Kultur und Medien hat in diesem Jahr die Schirmherrschaft für die Aktionswoche übernommen.

In ihrem Geschäft gab es am Samstag bereits eine Aktion, was erwartete die Besucher da in der Buchhandlung?

Mansfeld: Am vergangenen Samstag war der Autorensamstag. Das bedeutet, die Buchhandlungen haben einen Autor dazu eingeladen, einfach ab 11 Uhr im Laden mitzuwirken oder für Fragen zur Verfügung zustehen, Lieblings- oder eigene Bücher vorzustellen und sie zu signieren. Insgesamt haben bei dieser Aktion etwa 130 Buchhandlungen mitgemacht. Bei uns war die Ahauser Autorin Jutta Michels zu Gast, sie hat hinterher gesagt, dass sie gemerkt habe, dass es auch ein Kommunikationstreff war.

Was macht eine inhabergeführte Buchhandlung aus?

Mansfeld: Die Mitarbeiter kennen die Stadt und auch die Kundschaft. Das heißt, dass man weiß, was den Kunden gefällt, gleichzeitig kann man gut neue Anregungen geben. Das unterscheidet Buchhandlungen von großen Internetanbietern. In einer inhabergeführten Buchhandlung kann man viel individueller auf die Kundschaft eingehen. Es ist eben ein Kommunikationsort, und das ist bei Filialisten auch nicht der Fall.

Im Internet hat der Buchhandel eine große Konkurrenz. Was unternehmen inhabergeführte Buchhandlungen neben der Aktionswoche, um sich gegen Internetanbieter zu behaupten?

Mansfeld: Wir haben einen Webshop, bei dem man zu jeder Stunde einkaufen kann. Der ist auch sehr bequem handhabbar, wie mir die Kunden immer wieder bestätigen. Man kann die Bestellungen abholen, wir versenden aber auch. Einige Kunden, die weggezogen sind, bestellen dort auch immer noch. Außerdem haben wir einen elektronischen Newsletter. Wir sind also wirklich modern, auch wenn es hier traditionell aussieht – wir kombinieren das. Und wir organisieren auch häufig Veranstaltungen, sind also sehr vielfältig.

Warum ist Lesen so wichtig?

Mansfeld: Beim Lesen entwickelt man Bilder. Damit ist Lesen auch ein Stück Kreativität. Wer liest, bildet sich ohne Mühe, aber mit Freude.

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