In der kommenden Woche zögernde Wetterbesserung

Regen und Herbstluft

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Die Chancen für einen schönen Spätsommer stehen in der Region nicht schlecht.

Rotenburg - Von Reinhard Zakrzewski. Der Sommer scheint vorbei. In den kommenden Tagen wird es in Rotenburg und Umgebung zunehmend kühler und regnerischer. Aber kein Grund, jetzt fürs Erste in den Herbst-Modus zu verfallen: Für das übernächste Wochenende deutet sich sonniges Spätsommerwetter mit Temperaturen von mehr als 20 Grad an.

Nach dem großen Sommerfinale Anfang der Woche setzt sich nun erst einmal der Herbst durch. Zwischen einem bei England liegenden Hochdruckgebiet und einem Tiefdruckkomplex über Skandinavien und dem Baltikum strömt feuchtkühle Luft aus Nordwesten nach Deutschland. Samstag bringt ein kleines Tief, das sich über Südschweden verstärkt, Wolkennachschub, teils gewittrige Schauer und viel Wind. Im Schlepptau des Tiefs sind auch am Montag noch Regenschirm und Windjacke gefragt. Bei einem immer noch kräftigen Nordwestwind müssen sich die Rotenburger auf Höchstwerte von 15 bis 17 Grad einstellen.

Doch dann naht Wetterbesserung: Mit der Ostverlagerung des Englandhochs kommt ab Mittwoch die Sonne immer besser zum Zuge, es bleibt trocken und die Temperaturen steigen zögerlich an. Zum kommenden Wochenende deutet sich daher für den Altkreis Rotenburg sonniges Spätsommerwetter mit deutlich mehr als 20 Grad an.

Ob dies der Auftakt zu einer längeren Schönwetterperiode oder sogar zum klassischen Altweibersommer ist, bleibt abzuwarten, aber nach den langfristigen Trends einiger Wettermodelle stehen die Chancen für eine freundliche und angenehm warme dritte Septemberwoche gar nicht so schlecht.

Laut Deutschem Wetterdienst war der Sommer 2015 in Süd- und Ostdeutschland einer der drei wärmsten der Geschichte. Zwischen Rotenburg und Visselhövede reichte es nur für einen Platz im oberen Mittelfeld. Sinnbild des Sommers waren die südlichen Luftströmungen, mit denen die heißeste Luft, die es überhaupt geben kann, gelegentlich auch unsere Region erreichte (Einstellung des Allzeitrekordes in Rotenburg mit 37,6 Grad am 4. Juli).

Nach einem im Vergleich zum langjährigen Mittel (1981-2010) leicht zu kühlen und extrem trockenen Juni – sowie einem normal temperierten aber erheblich zu nassen Juli –, trumpfte der August ganz groß auf. Durch die zahlreichen Sommertage (über 25 Grad) wird uns der wärmste August seit 2009 in bester Erinnerung bleiben.

Einer der wenigen Ausrutscher ging auf das Konto einer Luftmassengrenze, die vom 16. bis 18. August zwischen der Elbe und der Weser hin- und herpendelte. Sie sorgte nicht nur für drei trübe Tage am Stück, sondern auch für erhebliche Niederschläge. 48-stündig kamen am 17. und 18. August in Rotenburg 38 Liter Regen pro Quadratmeter zusammen, was ungefähr der Hälfte einer durchschnittlichen Monatssumme entsprach.

Richtung Osten lagen die Mengen höher. Visselhövede meldete im gleichen Zeitraum 44 Liter und damit sogar 60 Prozent vom August-Soll. Die Sommerbilanz von Rotenburg: Mitteltemperatur 17,5 Grad (Abweichung +0,4 Grad); Niederschlag: 270 Millimeter (122 Prozent vom Soll); Sonne: 601 Stunden (100 Prozent vom Soll).

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