Kirchenkreis Rotenburg unterstützt Projekt von Brot für die Welt in Südamerika

189716 Euro gehen nach Peru

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Uwe Becker (v.l.), Susanne Briese und Werner Hagedorn freuen sich über den Erfolg des Projektes aus dem Kirchenkreis Rotenburg.

Rotenburg - Von Jessica Tisemann. In knapp 3000 Metern Höhe in den Anden, etwa 300 Kilometer südöstlich von Lima, der Hauptstadt Perus, liegt das Gebiet, dem sich der Kirchenkreis Rotenburg in den vergangenen drei Jahren besonders gewidmet hat. 189716 Euro haben die Gemeinden zusammenbekommen, um die Bauern in den Dörfern zu unterstützen. Schirmherr des bundesweit bisher so einmalig durchgeführten Projektes ist die Organisation Brot für die Welt – und der Erfolg gibt allen Beteiligten Recht.

Das Pilotprojekt mit der Kirchenregion Rotenburg ist insofern etwas besonderes, da die Gemeindemitglieder gleich von Beginn an ganz genau wussten, wofür sie spenden, und wo ihr Geld hingeht. „So konnten sich die Menschen die Hilfe direkt vorstellen“, erklärt Superintendentin Susanne Briese die Idee hinter dem Projekt. Und Uwe Becker, Beauftragter für Brot für die Welt in der Landeskirche Hannover, ergänzt: „Die Kirchengemeinde wollte damit die Identifikation erhöhen. Sonst wird immer für den großen Topf Brot für die Welt gesammelt.“ Mit dem Gebiet in den Anden gab es so einen konkretes Ziel für das Geld. Und das Thema Peru tauchte in den vergangenen Jahren immer wieder in der Kirchengemeinde auf. Zum Beispiel malten Kinder aus dem Kirchenkreis Bilder, was ihnen in Deutschland gefällt, und bekamen entsprechende Werke aus Peru zurück.

Die Gemeinde verpflichtete sich, mindestens 165000 Euro für das Projekt zu sammeln – also 55000 Euro pro Jahr. Knapp 20000 Euro mehr sind es geworden. Über den Erfolg freut sich auch Werner Hagedorn, Pastor im Ruhestand und ehemaliger Beauftragter für Brot für die Welt in der Kirchenregion. Vor vier Jahren sei die Idee im Kreis aufgekommen, ein Projekt direkt finanziell zu unterstützen. „Wir haben dann in einem Beratungsprozess gemeinsam überlegt, welche Kriterien das Projekt erfüllen soll und was finanziell leistbar ist“, erklärt Becker. Hagedorn ergänzt: „Wir haben uns dann aus drei Projekten Peru ausgesucht.“

Vor Ort haben sich knapp 145 einheimische Berater um die Organisation gekümmert. Sie haben die Bauern darüber aufgeklärt, was für Gemüse sie anbauen sollten, die Vermarktung der Produkte angeschoben und Anleitungen gegeben, wie sie sich ein einfaches Haus, mit einzelnen Zimmern bauen könnten. „Vorher lebten Mensch und Tier in Einraumhäusern zusammen“, berichtet Becker. Das Projekt Peru ist nach den drei Jahren nun abgeschlossen. Doch der Kirchenkreis überlegt, ob noch einmal eine solche Aktion in Angriff genommen wird. Briese: „Wir haben noch keine Entscheidung getroffen, aber der Wunsch ist da, und der Erfolg gibt uns Recht.“

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