Kirchenkreis Rotenburg sieht sich nach Personalengpässen gut aufgestellt

Brieses frohe Botschaft

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Ole Peyk ist Rotenburgs neuer Jugenddiakon.

Rotenburg - Von Michael Krüger. „Wir können passend nach Ostern die frohe Botschaft verkünden“, freut sich Rotenburgs Superintendentin Susanne Briese. Monatelang gab es eklatante Personalengpässe, nun seien alle Lücken geschlossen. Ein neuer Jugenddiakon, eine Neubesetzung der dritten Pastorenstelle in Rotenburg, eine neue Küsterin und – nicht zu vergessen – auch an der Spitze des 60000 Mitglieder in 16 Gemeinden zählenden Kirchenkreises mit Briese selbst ein neues Gesicht: Sechs Wochen nach Dienstantritt ist die Superintendentin rundum zufrieden.

Noch im Januar hatte Thomas Steinke, stellvertretender Superintendent und Pastor in Fintel, Alarm geschlagen. Von einstmals fünf Pastoren in der Kreisstadt waren nur noch zwei da, Konfirmandenunterricht wurde verlagert, die Küsterstelle war vakant. Steinke damals: „Wir haben vor allem in Rotenburg derzeit eine besonders angespannte Situation.“ Die Arbeitsbelastung für die verbliebenen Pastoren Sabine Krüger und Henning Sievers in den drei städtischen Gemeinden sei überaus hoch gewesen. Drei Monate später sieht es besser aus.

Im März haben Jugenddiakon Ole Peyk und Küsterin Elisabeth Wedde-Schwanholt ihren Dienst angetreten und damit die ersten Löcher im Personaltableau des Kirchenkreises geschlossen. Während Wedde-Schwanholt (Briese: „Eine ganz formidable Besetzung“) hinter den Kulissen den Ablauf des Gemeinde- und Kirchenlebens koordinieren und gestalten wird, liegt es an dem 27-jährigen Peyk, mit seiner ersten festen Stelle nach dem Studium und dem Anerkennungsjahr in einer Freien Evangelischen Schule in Hannover den Blick auf die wichtige Nachwuchsarbeit zu lenken. „Ich freue mich auf diese Herausforderung“, sagt der in Osterholz-Scharmbeck aufgewachsene Religions- und Sozialpädagoge. Erste Kontakte seien geknüpft, Jugend- und Kinderfreizeiten sowie Ausbildungskurse schon auf den Weg gebracht. Peyk betont auch, dass es neue Formen der Kirchenarbeit bedürfe, um attraktiv zu bleiben: „Der klassische Gottesdienst ist für Jugendliche uncool.“

Die Einstellung des neuen Jugenddiakon kann durchaus auch als Zeichen einer innerer Erneuerung in Rotenburg gesehen werden. Nach Werner Hagedorn wird im Mai nochmals ein Pastor im Ruhestand in den Gemeinden aushelfen, aber im Juni sei eine Neubesetzung geplant, so Briese – mit einer jungen Pastorin oder einem jungen Pastor, die ihre erste Stelle antreten. Briese: „Das ist ein klarer Pluspunkt für uns, denn so kommen auch neue Ideen zu uns.“ Die Bewerbungen laufen demnach noch, die Entscheidung falle im Mai.

Ob es noch grundsätzliche Änderungen in der Struktur des Kirchenkreises geben muss, diskutierten nun die Ausschüsse. Ende 2016 laufe der aktuelle Stellenplan aus, danach gebe sich die Landeskirche angesichts guter Kirchensteuer-Einnahmen mehr als die zuletzt üblichen vier Jahre Zeit – bis Ende 2022. In Rotenburg sei man also auf einem guten Weg, das sei auch ihr Fazit nach den ersten Wochen im Dienst, so Briese: „Mein Voreindruck, dass es hier viele engagierte und hoch kompetente Menschen im Kirchenkreis gibt, hat sich nicht verwischt.“

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