Stadtbibliothek setzt auf die Jugend

Kinder begeistern sich für Bücher

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Stadtbibliotheksleiterin Christine Braun liegt viel daran, Kinder für Bücher zu begeistern. Daher macht die Einrichtung seit Jahren beim Julius Club, einer Aktion zur Leseförderung, mit. 

Rotenburg - Von Farina Witte. „Bücher öffnen Welten“, findet Christine Braun, die Leiterin der Stadtbibliothek Rotenburg. Doch nicht nur das, auch das Leseverständnis werde geschult und der Wortschatz erweitert. Der Julius-Club, bei dem die Bibliothek bereits zum neunten Mal mitmacht, soll dies bei Schulkindern fördern.

Jedes Jahr geht Christine Braun in die Schulklassen der Jahrgangsstufen 5 bis 7 der Rotenburger Schulen, um für den Julius-Club zu werben. Sie bringt die Bücher mit, die im Rahmen der Aktion gelesen werden und stellt sie den Schülern vor. Mit Quizzen, Book Slams oder kurzen Lesungen möchte die Bibliotheksleiterin möglichst viele dazu bringen, bei der Aktion mitzumachen. „Mir ist dabei aufgefallen, dass die Konzentrations- und Aufmerksamkeitsspanne der Schüler niedriger geworden ist“, schildert Braun ihre Erfahrungen. Daher ist es ihr so wichtig, dass Kinder viel lesen.

„Wir haben festgestellt, dass es am einfachsten ist, im Kindesalter anzusetzen“, erklärt sie. Die Stadtbibliothek setzt sich auf verschiedenen Wegen dafür ein, dass möglichst viele Kinder zu Viellesern werden. Das Team arbeitet mit Kindergärten zusammen und versucht dort, schon die ganz Kleinen für Bücher zu begeistern, wobei es dabei vor allem um Bilderbücher gehe. Für die eingeschulten Kinder gibt es dann jedes Jahr das Abc-Lesefest und den Leo-Lesepiloten, damit sie die Bibliothek kennenlernen, erklärt Braun. „Und dann gibt es noch den Julius-Club. Wir haben also ein einigermaßen lückenloses Konzept, um Kinder und Jugendliche für Bücher und die Bibliothek zu begeistern“, so Braun.

„Etwa 130 sind aktiv dabei“

Dass die Bemühungen Früchte tragen, zeigen auch die Anmeldungen für den Julius Club in diesem Jahr. „Wir hatten 150 Anmeldungen, und so richtig aktiv sind etwa 130 dabei“, sagt die Bibliotheksleiterin und belegt auch den nachhaltigen Erfolg der Aktivitäten der Bibliothek in den Kindergärten und Schulen: „1 019 Kinder unter zwölf Jahren haben einen Bibliotheksausweis, das ist ein Drittel unserer Nutzer. Wobei es insgesamt mehr Kinder und Jugendliche sein dürften, die hier regelmäßig ausleihen.“ Denn dort seien nicht jene Kinder erfasst, die zum Beispiel über den Ausweis der Eltern die Bibliothek nutzen. Die über zwölf Jahre alten Kinder kämen auch noch dazu.

„Ohne Lese- und Schreibkompetenz geht es nicht im Leben“, findet Braun. Wer viel liest, erweitere sein Verständnis auch für schwierigere Themen: „Ich nenne das gerne Herzensbildung.“

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