Keine Kompromisse! 

Niedersachsens Prellball-Jugend holt sich in Sottrum den Deutschlandpokal

Die „wilden 13“ des TV Sottrum: Tabea Ehlert, Marlon Köhler, Daria Trompeter, Mika Hüsing, Mattis Müller, Mikelis Mahncken, Marie Muik, Johannes Mahncken, Laura Ehlert, Malte Müller, Melanie Seitz, Genrich Schmidt und Michelle Ziegler vertraten die Farben des Gastgebers in den vier niedersächsischen Auswahlteams.

Sottrum - Von Matthias Freese. Die Ansage war deutlich! „Nett sind wir nach dem Spiel“, stand ganz selbstbewusst auf den Shirts, die jeder niedersächsische Prellballer während des zweitägigen Deutschlandpokals der Jugend trug. Auf dem Feld gab es also weder Freundschaften noch Kompromisse. Und genau das bekam die Konkurrenz in der Sottrumer Sporthalle, dem Austragungsort dieses Gipfeltreffens der Landesverbände, zu spüren: Niedersachsen entthronte die Nachbarn aus Bremen und holte sich den Pott. Gleich 13 Spieler des TV Sottrum waren in den vier Altersklassen-Teams maßgeblich daran beteiligt.

Zwei Endspielsiege, zwei Triumphe im kleinen Finale – damit war dem Niedersächsischen Turnerbund (NTB) der Gesamtsieg mit 29 Punkten vor Titelverteidiger Bremen (22) und den Westfalen (21) nicht zu nehmen. Volker Heinze wusste das schon vor den Endspielen. „In dem Moment, wo wir alle Teams im Halbfinale hatten, war klar, dass keiner mehr an uns rankommen konnte. Den Kids habe ich aber noch nichts erzählt, die rechnen auch nicht. Die sind so fokussiert auf ihre Altersklasse“, berichtete Sottrums Prellball-Boss, Cheforganisator und gleichzeitig auch Trainer der männlichen Landesauswahl der elf- bis 14-jährigen Jungs.

Die standen denn auch im Finale gegen Sachsen (bestehend aus Spielern des TSV Ohorn) und hatten durchaus Mühe. Heinze vertraute in diesen 20 Minuten auf seine beiden Sottrumer Mattis Müller und Mika Hüsing und schickte sie zusammen mit Schlagmann Till Schnackenberg sowie Kapitän Jannes Höyns vom MTV Wohnste aufs Feld. Nach einem 14:14 zur Pause stand am Ende ein 29:27-Sieg. „Das war ein hartes Stück Arbeit, Sachsen hat sich super entwickelt und eine tolle Mannschaft, aber unsere Annahme hat einfach gut gestanden“, so der Coach.

Der heimische Anhang peitschte die Niedersachsen immer wieder lautstark nach vorne.

Zum zweiten Mal bejubelte Niedersachsen bei der weiblichen Jugend der 15- bis 18-Jährigen den Finalsieg. Das von der Wohnsterin Ann-Kathrin Heppner gecoachte Team – in der Aufstellung Julina Ehlert, Katharina Rann (beide MTV Wohnste), Daria Trompeter und Laura Ehlert (beide TV Sottrum) – durchquerte nach einer 16:14-Halbzeitführung gegen das Quartett aus dem Rheinland ein kleines Tal. Doch nach dem 20:21-Rückstand übernahm Niedersachsen wieder die Führung und brachte sie mit 31:29 ins Ziel. Ähnlich groß brandete im Team noch einmal der Jubel auf, als die Trainerin verkündete: „Mädels, ich habe Sekt!“

Einfach nur glücklich: Trainerin Ann-Kathrin Heppner (Mitte) umarmete nach dem Sieg so einige.

Ihre Schwester Thea Heppner-Wiese führte derweil den jüngeren weiblichen Jahrgang zum 37:34 gegen Schwaben im Spiel um Platz drei, während Peter Flamme als Trainer des älteren männlichen Jahrgangs das spannendste Spiel erlebte – 52:51 nach Verlängerung im kleinen, emotionsgeladenen Finale, ausgerechnet gegen Bremen. Doch es passte zum Motto, das die Niedersachsen auf ihren Shirts trugen.

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