Landesamt für Bergbau untersucht Böden in Erdgasfeldern

Keine auffälligen Werte ermittelt

Landkreis - Das Immissions-Messprogramm des Landesamtes für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG) im Erdgasfeld Söhlingen (Landkreis Rotenburg) steht kurz vor dem Abschluss.

Ein vom LBEG beauftragtes, unabhängiges Ingenieurbüro hatte vom 1. Juli 2015 bis zum 3. April 2016 durchgehend am südlichen Ortsrand von Söhlingen eine Messstation betrieben. Mit dieser Dauermessstation untersuchte das LBEG über einen längeren Zeitraum, ob eine erhöhte Belastung der Umgebungsluft mit BTEX und Quecksilber in Folge der Erdgasförderung besteht.

Das vorläufige Ergebnis dieser Langzeituntersuchung liegt für Quecksilber bei durchschnittlich 1,6 ng/m³ (Nanogramm/Kubikmeter), die Empfehlung der Bund/Länder-Arbeitsgemeinschaft für Immissionsschutz (LAI) beträgt 50 ng/m³, heißt es in einer Pressemitteilung. Für Benzol liegt der durchschnittliche Messwert bei 0,4 µg/m³ (Mikrogramm/Kubikmeter), der entsprechende Grenzwert der Technischen Anleitung Luft beträgt 5 µg/m³. Damit befinden sich die vorläufig ermittelten Konzentrationen auf einem vergleichsweise sehr niedrigen Niveau.

Zusätzlich wurden bis Ende April Messungen im näheren Umfeld von Fackelarbeiten im Erdgasfeld Söhlingen durchgeführt. Dabei wurden während der Fackelarbeiten an mehreren Stellen gleichzeitig die Konzentrationen von BTEX und Quecksilber in der Luft gemessen. Auch während dieser Phase wurden keine auffälligen Werte ermittelt.

Das Ingenieurbüro setzte für die Messungen einen so genannten Passivsammler zur monatlichen Bestimmung der BTEX-Konzentration ein. Die Quecksilber-Konzentrationen in der Luft wurden 14-tägig mit einem Sorptionsrohr gemessen. Neben den Immissionsmessungen führt das LBEG aktuell noch das Untersuchungsprogramm zu möglichen Schadstoffbelastungen im Umfeld von 200 Erdgasförderplätzen durch. Dieses Programm startete am 27. Juli 2015 in Bothel (Landkreis Rotenburg). Bisher wurden bei den Untersuchungen keine Bodenbelastungen durch Schwermetalle oder Kohlenwasserstoffe festgestellt. Alle Ergebnisse der ausgewerteten Bodenuntersuchungen unterschreiten die Prüfwerte der Bundes-Bodenschutzverordnung (BBodSchV), so dass von den Böden keine Gefahr für Mensch und Umwelt ausgeht.

Rubriklistenbild: © dpa

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